Es ist ein wenig wie „Stille Post“. Am Ende kommt immer etwas anderes heraus, als das, was am Anfang erzählt worden ist. Das könnte so auch bei Joseph Victor von Scheffels „Trompeter“ der Fall gewesen sein. Oder doch nicht? Auf jeden Fall erzählt die Autorin Hilde Butz ihren Zuschauern eine ganz andere Geschichte von „Peter Trom – Der Geiger von Säckingen“.

Die Nachforschungen von Hilde Butz haben schon 2001 Anhaltspunkte ergeben, dass hier vielleicht ein kleiner, aber entscheidender Irrtum vorliegt. „Leider ist seitdem noch immer keine Reaktion der Stadt Bad Säckingen erfolgt und der Trompeter gilt weiterhin als Wahrzeichen der Stadt“, so die Autorin. Doch lässt sich dies noch halten? Muss sich etwas ändern? Hat sich Joseph Victor von Scheffel vielleicht doch geirrt? Was hat er eventuell falsch verstanden? War der Trompeter gar kein Trompeter, sondern Peter Trom, ein Geiger? Wie soll sich das zugetragen haben? Bereits 2003 inszeniert und von der Festspielgemeinde Bad Säckingen mit großem Erfolg auf die Bühne gebracht, ist es nach fast 20 Jahren Zeit, den Trompeter oder in diesem Fall „Peter Trom“ wieder aufleben zu lassen. Die Jahre alleine sind allerdings nicht der Grund. Hilde Butz selbst gehörte Jahrzehnte zum Ensemble der Festspielgemeinde. Doch jetzt hat sie nicht nur die Festspielgemeinde, sondern auch Bad Säckingen verlassen.

„Ihr zu Ehren und um sie gebührend zu verabschieden, haben wir uns entschlossen, das Stück noch einmal aufzuführen“, erklärt Regisseurin Renate Kraus. Allerdings in einer ganz neuen Besetzung.

Die Zuschauer dürfen sich auf jeden Fall auf eine Geschichte mit viel Witz und Lokalkolorit freuen, die die Festspielgemeinde am Freitag, 22., Samstag 23. und Sonntag, 24. April, sowie am Samstag, 30. April und Sonntag, 1. Mai sowie Freitag, 6., Samstag, 7. und Sonntag 8. Mai, jeweils um 19.30 Uhr, auf die Bühne des Festspiel-Gemeindehauses in der Hildastraße, bringen wird.