Gewidmet ist der Abend Franz Schubert, dessen Geburtstag sich 2022 zum 225. Male jährt. Aufgeführt werden als Kammermusik komponierte, nun von Georg Oyen für Orchester arrangierte Werke. Solist ist Sergey Malov (Violine, Violoncello da Spalla und Leitung), der gleichermaßen berühmt ist für seine Virtuosität und Vielseitigkeit. Sergey Malovs Videos mit dem Violoncello da Spalla wurden über eine Million Mal im Internet aufgerufen. Das Violoncello da Spalla ist Soloinstrument in Schuberts für die „Bogen-Gitarre“, ein Instrument zwischen Gambe und Cello, geschriebener Arpeggione-Sonate d-Moll D.821. Der besonderen Eröffnung des vorletzten Säckinger Kammermusik-Abends im 75. Zyklus‘ folgen das Rondo für Violine und Streicher A-Dur D 438 sowie „Der Tod und das Mädchen“, Streichquartett Nr. 14 d-Moll D 810.

Die Herausforderung für Franz Schubert (1797-1828), seinen eigenen Ton als Sinfoniker zu finden, wurde vielfach diskutiert. Über jeden Zweifel erhaben hingegen gilt Schuberts künstlerische Reputation in seinem Liedschaffen und der Kammermusik. Letztere, der sich der Wiener Komponist ab 1824 verstärkt zuwandte, wählte das WKO zum Thema dieses Abends. Besondere Konzerte, die zwischen Kammermusik und Orchesterklang changieren, sind zugleich das Motto des 75. SKA-Zyklus.

Das Streichquartett d-Moll „Der Tod und das Mädchen“ mit dem Motiv des Todes, der sich in verführerischer Weise der jungen Frau nähert, faszinierte Künstler gar jedweder Gattung immer wieder auf‘s Neue. Bereits 1817 hatte Schubert das Motiv in einem Lied vertont, noch sieben Jahre, bevor er sein Streichquartett Nr. 14 schuf.

Einzel-Tickets kosten 31, ermäßigt 27 und 5 Euro. Sie sind erhältlich in der Tourist-Info Bad Säckingen, Waldshuter Str. 20, Telefon 07761/56830 und im Trompeterschloss, Telefon 07761-2217, in weiteren bekannten ReserviX-Vorverkaufsstellen und an der Abendkasse.