Erstmals seit März 2020 lädt die Laufenburger Kulturkommission „Die Brücke“ wieder zu Kulturveranstaltungen ein. Am 29. Oktober wird im Schlössle die aus dem Schwarzwald stammende und in Berlin lebende Sängerin Magdalena Ganter auftreten, einen Monat später am 20. November im Rehmann-Museum das Brian Chartrand Trio. Beide Auftritte stehen bereits seit dem Frühjahr beziehungsweise dem Herbst 2020 aus.

„Wie wichtig die Kultur in allen ihren Facetten ist, wird nun immer klarer. Wir wollen, dass die Künstler wieder kommen. Wir wollen gemeinsame Eindrücke und wir wollen, dass ein Publikum mit einem guten Gefühl einen Ort verlässt, eine Veranstaltung verlässt“, sagt Buchhändlerin Renata Vogt, langjähriges Mitglied der Brücke und des grenzüberschreitenden Kulturausschusses. Deshalb habe man beschlossen, nach der langen Corona-Pause diesen Herbst mit zwei Veranstaltungen wieder zu starten.

Die Sängerin Magdalena Ganter war bereits 2013 in Laufenburg zu Gast. Damals brachte sie zusammen mit ihrer Band Mockemalör in der Schüüre alemannischen Elektropop auf die Bühne. Mit Mockemalör veröffentlichte die gebürtige Hochschwarzwälderin insgesamt drei Alben. Nun stellt sie am Freitag, 29. Oktober, im Schlössle bei ihrer Tour „Neo Noir“ ihr gleichnamiges im Februar erschienenes erstes Solo-Album vor. Ihr langjähriger musikalischer Partner Simon Steger begleitet sie dabei am Piano.

Im Mai wurde „Neo Noir“ mit dem Preis der deutschen Schallplattenkritik (Longlist) ausgezeichnet, der Song „Nackt“ war im Juni Nummer 1 der Liederbestenliste. Für die Jury des Schallplattenpreises schrieb Hans Reul über „Neo Noir“: „Dieses rundum gelungene Solo-Debüt von Magdalena Ganter ist eine Reise durch sehr persönliche, nie alles preisgebende Geschichten von einer uns alle betreffenden Allgemeingültigkeit – musikalisch wunderbar ausbalanciert zwischen Klavierballade, Varietémusik im Stil der 1920er Jahre, Jazzfeeling und dichten Streicher-Arrangements.“

Die 1986 in Titisee-Neustadt geborene Sängerin wuchs in Hinterzarten in einer musikalischen Familie auf. Im Alter von drei Jahren erhielt Magdalena Ganter ersten Ballettunterricht. Nach dem Abitur studierte sie in Berlin an der Universität der Künste Berlin Tanz, Gesang und Schauspiel. Nach ihrem Abschluss mehrere Jahre an verschiedenen Theaterproduktionen und Varietéshows engagiert. 2012 gründete sie zusammen mit Simon Steger und Martin Bach Mockemalör. Das Trio tourte im gesamten deutschsprachigen Raum und trat bei Jazzfestivals in Georgien und China auf. Seit 2016 unterrichtet Ganter Bühnenperformance und Aufführungspraxis an der SSRH Berlin School of Popular Arts. 2020 hatte sie am Theater Freiburg die musikalische Leitung des Kinderstücks „Pippi Langstrumpf“ inne, für das sie auch Musik komponierte. Im selben Jahr wurde sie mit dem Hauptpreis beim Kleinkunstpreis Baden-Württemberg ausgezeichnet.

Das zweite Brücke-Konzert in diesem Herbst war ursprünglich bereits für den Herbst 2020 geplant. Doch die Corona-Pandemie stoppte den bereits fünften Auftritt des Brian Chartrand Trios in der Brückenstadt. „Making Up For Lost Time“ heißt sinnigerweise die Tour, auf der das Trio um den amerikanischen Singer-Songwriter und Gitarristen Brian Chartrand nun am Samstag, 20. November, in Laufenburg Halt macht – und zwar im Rehmann-Museum im Schweizer Teil der Stadt. Nun kann auch dieses Konzert stattfinden. Nach langer Pause wird nun endlich die Zusammenarbeit mit dem Rehmann-Museum weitergeführt.

Termine und Karten: Magdalena Ganter, „Neo Noir“ am Freitag, 29. Oktober, 20 Uhr, im Schlössle in Laufenburg/D. Brian Chartrand Trio, „Making Up For Lost Time“ am Samstag, 20. November, 20 Uhr, im Rehmann-Museum in Laufenburg/CH. Bei beiden Konzerten gelten die 3G-Regeln. Der Eintritt kostet 20 Euro/22 Franken. Karten gibt es im Vorverkauf bei der Tourismus- und Kulturabteilung Laufenburg/D (07763/806-140 und -141), bei der Tourist-Info Laufenburg/CH (0041/62/874 44 55), bei Buch und in der Buchhandlung Café am Andelsbach (07763/211 55).