Während sich an der internistischen Regelversorgung für Patienten jeglichen Alters nichts verändern wird, geht die Einrichtung mit der personellen Änderung bei der Leitung der Inneren Medizin, ganz neue Wege und investiert damit weiter in die Zukunft. Künftig sind die beiden Abteilungen Innere Medizin und Geriatrie zusammengelegt und werden vom bisherigen Chefarzt der Geriatrie, Albrecht Kühnle geleitet. Der bisherige Chefarzt der Inneren Medizin, Udo Schwehr wird jetzt in den Ruhestand verabschiedet. Die kleine geriatrische Abteilung mit aktuell zehn Betten, soll auch insgesamt 30 Betten vergrößert werden.

„Zwischen beiden Fachbereichen gibt es große Schnittmengen, daher bietet sich die Kombination sehr gut an“, betont es der Geschäftsführer der Kliniken des Landkreises, Bernhard Hoch. Chefarzt Kühnle selbst, ist unter anderem Facharzt für Innere Medizin und verfügt über die Weiterbildung in der klinischen Geriatrie. „So ist er als Leiter der neuen, übergreifenden Abteilung prädestiniert“, so Hoch weiter.

Dem Chefarzt der neuen Abteilung, stehen künftig vier Ober- und elf Assistenzärzte zur Seite, wobei noch nicht alle Stellen besetzt sind, wie Albrecht Kühnle erklärt. „Doch wir haben gute Bewerbungen“, ist der neue Chefarzt zuversichtlich. Für das Fachpersonal bietet die Zusammenlegung der beiden Abteilungen, neue Möglichkeiten der Weiterbildung. Aber es sind auch die älteren Patienten, die durch die Zusammenarbeit in der neuen Abteilung profitieren. Rund zwei Wochen bleiben die älteren Patienten in der Regel in der Klinik und durchlaufen ein spezielles Behandlungsprogramm. Darunter auch eine breit aufgestellt Physiotherapie. „Wir mobilisieren die Patienten mit verschiedenen Therapien“, so Deborah Zabel, Gesamtleitung Therapien der Kreiskliniken. Auch das Pflegepersonal werde entsprechend weitergebildet, wie Kathrin Knelange, Geschäftsführerin Pflege der Kreiskliniken, erklärte.

Doch neben der Physiotherapie, wird auch die Orthopädie enger mit der Geriatrie zusammenarbeiten. Seit April leitet Till Eßlinger die orthopädische Chirurgie und hat sich in den vergangenen Monaten eine Mannschaft aus fünf Fachärzten sowie einem Arztassistenten aufgebaut. Eßlinger kümmert sich grundsätzlich um alle Erkrankungen und Verletzungen des Bewegungsapparates, wobei die Schwerpunkte bei der Gelenkchirurgie und dem Gelenkersatz von Hüfte, Knie und Schulter liegen. Auch die chirurgische Korrektur von Fehlstellungen und die Knorpelzelltransplantation zur Gelenkerhaltung gehören zu den besonderen Schwerpunkten der Klinik.

Neben Eßlinger wird das Team durch einen Arztassistenten, der mit einem akademischen Abschluss einfache Behandlungen selbstständig durchführen und damit die Ärzte entlasten kann. Auch der in der Region bekannte Orthopäde und Sportmediziner Andreas Köppen-Castrop, wird demnächst in Rheinfelden operieren und Sprechstunden im Standort Schopfheim des Medizinischen Versorgungszentrums des Landkreis Lörrach anbieten.2025 werden sich die Kliniken des Landkreises aus Rheinfelden zurückziehen, wenn das neue Zentralklinikum in Lörrach eröffnet wird.

Ob bis dahin noch weitere Veränderungen ins Haus stehen, kann Hoch nicht sagen. Es gebe noch viele Konzepte in den Schubladen, die noch nicht spruchreif seien.