Es wird die finale Ausgabe der „Bad Säckinger Stadtgeschichten“, die am Samstag, 16. Oktober, um 19 Uhr im Kursaal gezeigt wird. Eigentlich sollte die Show schon im vergangenen Jahr zu sehen sein, doch sie fiel wegen der Pandemie aus. Jetzt können die Stadtgeschichten von Filmemacher Rainer Jörger von Jörger Media erzählt werden. Ein Jahr lang war er in der Trompeterstadt unterwegs, um Geschichten zu sammeln, die in einer Multimedia-Reportage gezeigt werden. Doch bei der Begegnung auf der Leinwand wird es nicht bleiben. Die Akteure sind alle live auf der Bühne zu erleben.

Auf keinen Fall dürfen die Kindernachrichten bei den Stadtgeschichten fehlen. In der letzten Ausgabe stellen die damaligen Viertklässer der Grundschule Obersäckingen Fragen und gehen der Sache genau auf den Grund. Inzwischen sind die Kinder der Klasse auf den weiterführenden Schulen, weshalb die Show am 16. Oktober wohl das erste Klassentreffen für sie wird.

Es war auf jeden Fall ein aufregendes und arbeitsintensives halbes Jahr für die Viertklässler der Grundschule Obersäckingen. Es war eine Zeit, die die Kinder bestimmt nicht vergessen werden. Bevor sie ihre Erlebnisse vor und hinter der Kamera hatten, mussten sie einiges an Vorarbeit leisten. „Ich bin erleichtert, dass wir die Hälfte jetzt hinter uns haben“, beschreibt Nele. Sie ist eine der drei Moderatorinnen, die die Zuschauer der Bad Säckinger Stadtgeschichten durch den Beitrag der Grundschule begleiten wird. „Wir mussten jede Menge Text lernen“, sagt sie. Weiß aber: „Die ganze Klasse stand hinter dem Projekt und ohne sie hätte ich das nicht geschafft.“

Nele ist als Moderatorin der Kindernachrichten nicht allein. Sie hat ihre beiden Klassenkameradinnen Elena und Klara an ihrer Seite. Dass die drei Schülerinnen durch die „Sendung“ führen dürfen, wurde gemeinschaftlich im Klassenverbund abgestimmt. Die Kinder haben selbst entschieden, ob sie sich diese Aufgabe zutrauen. „Wir haben dann einen Text geschrieben und vorgetragen“, erzählt Nele weiter.

Fast von Beginn an gibt es die Kinderreporter bei den „Bad Säckinger Stadtgeschichten“. Sie nehmen Dinge und Sachverhalte aus Bad Säckingen genauer und aus Kindersicht unter die Lupe und fragen nach. Die Unbefangenheit und Spontaneität, mit der Kinder die Dinge beleuchten, sind oft das Salz in der Suppe der „Stadtgeschichten“.

Bei den Beiträgen zu ihren Geschichten hatten die Kinder eine kleine Hilfestellung durch den Produzenten Rainer Jörger. Doch ab da machten sich die Kinder selbstständig auf den Weg. Für drei Themen haben die Kinder abgestimmt und die Klasse in drei Gruppen aufgeteilt. „Ich fand es aufregend, die Leute zu befragen“, erzählt Alisha. Vor allem, dass die Kinder Einblicke in Dinge bekommen haben, die sie so vielleicht nicht zu sehen bekommen hätten, war beeindruckend. Hatten die Kinder ihre Gesprächspartner vor der Kamera, hieß es auch da wieder: Text lernen. „Es war einfach cool und lustig“, sagt Alisha. „Ich habe mir alles ganz anders vorgestellt“, sagt der kleine Wisdom.

Eines haben die Kinder den Zuschauern der sechsten Ausgabe der „Bad Säckinger Stadtgeschichten“ bereits voraus. Ganz exklusiv hat sich Rainer Jörger zu den Kindern auf den Weg gemacht und sie durften ihren Beitrag bereits sehen. „Ich konnte mich fast gar nicht ansehen“, sagt Letizia. „Ich war ganz aufgeregt.“

Diesen Teil der Bad Säckinger Stadtgeschichten haben die Kinder also hinter sich. Aber ganz kann sich die Aufregung noch nicht legen. Denn wenn die Stadtgeschichten im Bad Säckinger Kursaal gezeigt werden, haben alle Kinderreporter aus Obersäckingen noch einmal ihren großen Auftritt auf der Bühne.