Bad Säckingen bekommt in diesem Jahr einen Weihnachtsmarkt. Während andere Städte und Gemeinden ihre Weihnachts- und Adventsmärkte absagen, hat sich die Trompeterstadt für einen Markt in der Altstadt entschieden. „Den Weihnachtsmarkt in diesem Jahr nicht stattfinden zu lassen, wäre das falsche Signal gewesen“, erklärt Bürgermeister Alexander Guhl, und weiter: „Eine Rückkehr in die Normalität ist jetzt ganz wichtig.“ Wer sich jetzt allerdings auf die Bratwurst, den Glühwein oder die Kinderchöre freut, wird enttäuscht. „Es wird ein reiner Verkaufs-Weihnachtsmarkt“, erklärt Thomas Ays, Leiter des Tourismus- und Kulturamts.

Bei der Planung auf Sicht fahren

Die Organisatoren haben die feste Absicht, einen Weihnachtsmarkt stattfinden zu lassen. „In der gesamten Vorbereitungsphase sind wir auf Sicht gefahren und werden das auch weiterhin tun“, sagt der Bürgermeister. Daran sollen auch die aktuell wieder steigenden Coronazahlen nichts ändern. Vorerst zumindest. Denn: „Wird allerdings die Alarmstufe ausgerufen, heißt das für uns, dass wir die 3-G-Regelung kontrollieren müssen“, erklärt Elisabeth Vogt, Vorsitzende des Stadtmarketingvereins Pro Bad Säckingen. Und das wird nach ihrer Aussage personell nicht möglich sein. „Wir hoffen natürlich, dass es nicht so kommt“, sagt sie.

Von Freitag bis Sonntag, 3. bis 5. Dezember, werden sich die Stände des Marktes auf dem Münsterplatz und entlang der Steinbrückstraße verteilen. 38 Marktbeschicker sind bisher mit dabei. „Leider nicht so viele“, kommentiert Vogt.

Es gibt noch Platz für weitere Anbieter

Denn in den Jahren zuvor sind es regelmäßig rund 84 Anbietern gewesen, wobei die Stände mit ihrem Essensangebot mit eingerechnet sind. Es gibt aber immer noch die Möglichkeit für weitere Anbieter, sich am Weihnachtsmarkt zu beteiligen.

„Es ist immer noch möglich, dass wir weitere Anbieter unterbringen können“, erklärt Vogt weiter. Die Holzhütten werden in so großen Abständen aufgestellt, dass die Besucher bequem schlendern können. Allerdings gilt für den gesamten Markt die Maskenpflicht. Eine weitere Einschränkung wird es auch bei den Öffnungszeiten in den Abendstunden geben: An allen drei Veranstaltungstagen ist der Markt abends lediglich bis 18 Uhr geöffnet. Auch eine Eröffnung, wie gewohnt am Freitagnachmittag, wird es nicht geben.

Der Nikolaus ist mit dabei

Eine Bühne auf dem Münsterplatz darf nicht aufgestellt werden, weshalb es auch kein musikalisches Programm geben wird. Allerdings müssen die Kinder auch in diesem Jahr nicht auf den Nikolaus verzichten. Hans-Martin Vögtle hat sich wieder bereit erklärt, die Kinder auf dem Weihnachtsmarkt mit Kleinigkeiten zu beschenken. Das einzige Essensangebot in der Innenstadt darf die Gastronomie anbieten. Eine Möglichkeit, vielleicht doch noch einen Glühwein zu genießen.

Allerdings: „Der Glühwein darf nicht vor der Gaststätte angeboten und getrunken werden“, sagt Thomas Ays. Ansonsten wäre der Verkauf ein Bestandteil des Weihnachtsmarkts und das sei nicht erlaubt.