Von wegen „nix vor Ostern“. Nach der Bund-Länder-Schalte am vergangenen Mittwoch kündigte Ministerpräsident Winfried Kretschmann vorsichtige Öffnungsschritte an. Und zwar schon für diese Woche.

Lockerungen nicht überhastet

Die Omikron-Welle scheint gebrochen, dennoch sei die Impflücke gerade bei älteren Jahrgängen noch relativ groß, so Kretschmann. „Deshalb sagt uns die Wissenschaft: Lockerungen ja, aber nicht überhastet, nicht mit einem großen Knall, sondern schrittweise und konditioniert – gekoppelt an die Zahl der Einweisungen in unsere Krankenhäuser und Intensivstationen“, so der Ministerpräsident.

Aufgrund der geringeren Krankheitsschwere bei Omikron, der Impfquote im Land und nach Rücksprache mit den Kliniken im Land plant die Landesregierung, die Werte für die 7-Tage-Hospitalisierungsinzidenz für die einzelnen Stufen anzupassen. Die Werte für die Auslastung der Intensivbetten (AIB) bleiben dabei unverändert. So sollen die Warnstufe dann ab einer 7-Tage-Hospitalisierungsinzidenz von 4,0 und die Alarmstufe ab einer 7-Tage-Hospitalisierungsinzidenz von 15,0 gelten. Die Alarmstufe II mit ihren Regelungen soll dann entfallen.

Was bedeutet das?

Baden-Württemberg wird sich mit Anpassung an die aktuelle Lage dann in der Warnstufe befinden. Konkret werden viele Bereiche wie in der Gastronomie oder Veranstaltungen 3G statt wie bisher 2G gelten. Für Veranstaltungen werden wieder mehr Personen zugelassen: 6.000 in Innenräumen, 25.000 im Freien. Messen sind wieder erlaubt und Clubs und Discos dürfen unter strengen Auflagen wieder öffnen. Keine Änderung gibt es bei der Maskenpflicht.

Mehr Kontakte

Für weder geimpfte noch genesene Personen gilt in der Warnstufe in Zukunft ein Haushalt plus 10 Personen. Geimpfte, Genesene und Kinder bis 13 Jahren werden dabei nicht mitgezählt.

Umzüge könnten wieder
erlaubt werden

Dies hörte sich zuletzt anders an. Doch inzwischen sagt Kretschmann: „Als leidenschaftlicher Fastnachts-Narr möchte ich noch ein Wort zur Fasnet sagen: Veranstaltungen zur Pflege des örtlichen Fasnet-Brauchtums sind in Absprache mit den zuständigen Behörden unter der 3G-Regel möglich.“ Bleibt abzuwarten wie der Landkreis Waldshut, die Stadt Waldshut-Tiengen und die Gemeinden das auslegen.