Die Zeit des Wartens ist vorbei. Nachdem überall im Kreis die Kultur ihre Wiederauferstehung feiert, haben auch die Akteure des Theatervereins in Dogern, ihre Kostüme aus dem Fundus geholt. Marion Blossei hat das bewährte Ensemble aus dem Coronaschlaf geweckt und führt Regie bei dem Lustspiel.

„Der zerbrochene Krug“ ist das bekannteste Werk Heinrich von Kleist und die bekannteste Figur dürfte wohl der Dorfrichter Adam sein, der einiges zu verbergen hat.

Die Geschichte

Marthe Rull tritt vor Richter Adam, einen zerbrochenen Krug in Händen. Sie beschuldigt Ruprecht, den Verlobten ihrer Tochter Eve, in deren Zimmer eingedrungen und dort den Krug zerstört zu haben. Ruprecht aber will die Verlobung lösen – denn er war es nicht, der den Krug zerbrochen hat. Wer tatsächlich in der Kammer war, darüber schweigt sich Eve aus – und Dorfrichter Adam wirkt bei der ganzen Angelegenheit mehr als nervös und hat offenkundig wenig Interesse daran, die Ereignisse gründlich und wahrheitsgemäß aufzuklären.

In diesem Jahr auf der Bühne:

Adam, Dorfrichter (Dr. Klaus Reuther), Walter, Gerichtsrat (Dr. Martin Kistler), Licht, Schreiber (Gerhard Weißenberger), Frau Marthe Rull (Gabi Flügel), Eve, ihre Tochter (Julia Stärk), Veit, ein Bauer (Christoph Ripp), Ruprecht, sein Sohn (Björn Baumann), Frau Brigitte (Monika Karle), Grete (Rita Dühmke), Liese (Stefanie Ruhnke), Diener (Ulla Ebi) und Großvater (Dr. Michael Kreutzpointner).

Nicht nur die Proben waren spannend, sondern auch die Planungen hatten es für den Theaterverein in sich. Denn eigentlich ist s‘Dogemer Kom(m)ödle“ ein Freilichttheater. „Doch fehlten im Vorfeld die nötigen Vorbereitungen und Proben“, erklärt die Vereinsvorsitzende Monika Karle. Somit spielt die Truppe in diesem Jahr in der Gemeindehalle in Dogern. Doch auch da stand lange nicht fest, ob und mit welchen Verordnungen die Dogener „ihr“ Theater genießen können. Ein Grund, warum es die Karten in diesem Jahr ausschließlich an der Abendkasse geben wird. Auch gilt bei den Vorstellungen die 2G-Regel (genesen oder geimpft).Der Theaterverein bittet deshalb die Besucher, rechtzeitig da zu sein, um eine Menschenansammlung vor dem Eingang zu vermeiden.

Die Gemeindehalle bietet die ideale Möglichkeit, dass dort die Kulisse problemlos aufgebaut werden kann. Auch das Stück selbst lasse sich auf der vorhandenen Bühne bestens umsetzen und mit der lockeren Theaterbestuhlung wolle man den Besuchern einen angenehmen Abend bieten, erklärt die Vorsitzende. Trotzdem soll der Auftritt in der Halle eine Ausnahme sein. „Wir hoffen, dass es in Zukunft wieder möglich sein wird, zum Freilichttheater zurückzukehren“, erklärt Monika Karle.

Dank an die Sponsoren kann wieder gespielt werden

Dass die Aufführungen in diesem Jahr möglich sind, ist auch den Sponsoren und Gönnern zu verdanken, die dem Verein auch über die theaterfreie Zeit hinweg, die Treue gehalten haben. Bereits um 19 Uhr ist der Einlass für die Besucher; um 20 Uhr beginnt die Vorstellung. Der Eintritt kostet 10 Euro, ermäßigt 5 Euro.