Die Hilfsbereitschaft für die Menschen in der Ukraine ist auch am Hochrhein groß. Das gilt nicht nur bei Sach- oder Geldspenden, sondern die Menschen sind auch bereit, im eigenen Zuhause enger zusammen zu rücken und Platz für die Menschen zu schaffen, die aus dem Kriegsgebiet flüchten mussten.

Angebote aus dem gesamten Verbreitungsgebiet

„Seit unserer Publikation auf unserer Homepage haben sich bereits rund 25 Personen gemeldet, die Wohnraum zur Verfügung stellen möchten“, sagt Uwe Böhler vom Bad Säckinger Ordnungsamt. Bad Säckingen war eine der ersten Kommunen, die einen Aufruf dieser Art gestartet haben, weshalb sich nicht nur Menschen aus Bad Säckingen selbst, sondern auch aus Küssaberg im östlichen Landkreis, aus Todtmoos und St. Blasien im Schwarzwald, aus Herrischried und Rickenbach im Hotzenwald sowie aus Murg und Laufenburg gemeldet hatten, wie der stellvertretende Fachbereichsleiter Recht und Ordnung bestätigt. „Inzwischen haben wir die entsprechenden Daten aus den Orten an die jeweiligen Städte und Gemeinden weitergeleitet“, bestätigt Böhler.

Inzwischen sind auch Geflüchtete aus der Ukraine am Hochrhein angekommen. „Der gemeldete Wohnraum aus unserer Publikation musste bislang allerdings noch nicht vermittelt werden“, so Uwe Böhler weiter. Denn die angekommenen Personen seien bislang bei Familienangehörigen untergekommen oder konnten durch hiesige Bekannte aufgenommen werden.

Bereits 63 Angebote gemeldet

„Es ist erfreulich, dass bereits 32 Menschen aus der Ukraine eine Aufenthaltsmöglichkeit in Rheinfelden gefunden haben“, sagt Oberbürgermeister Klaus Eberhardt und freut sich über die große Resonanz auf den Wohnraum-Aufruf der Stadtverwaltung. Bereits 63 Angebote wurden beim Amt für Familie, Jugend und Senioren gemeldet. In einem nächsten Schritt werden diese nun durch das Ordnungsamt geprüft. „Wir möchten einfach sichergehen, dass die angebotenen Wohnmöglichkeiten auch seriös sind“, erklärt Ordnungsamtsleiter Dominic Rago das Vorgehen. Die vor Ort befindlichen Personen seien bereits registriert und auch die rechtlichen Rahmenbedingungen seien inzwischen geklärt, erläutert er weiter.

Doch die Suche nach Wohnraum ist deshalb noch nicht abgeschlossen. „Bürgerinnen und Bürger, die ebenfalls Wohnraum zur Verfügung stellen möchten, können ihr Angebot gerne auch weiterhin beim Amt für Familie, Jugend und Senioren entweder telefonisch unter 07623/95-400, per E-Mail an zusammen@rheinfelden-baden.de oder über das Kontaktformular auf der städtischen Homepage unter www.rheinfelden.de/Ukrainehilfe melden“, macht der Ordnungsamtsleiter aufmerksam. Ebenso stehen auf dieser Seite weitere Informationen zur Ukrainehilfe zur Verfügung.

Inzwischen hat das Amt für Familie, Jugend und Senioren sowie die Stabsstelle Integration und Flüchtlinge im Sozialen Kompetenzzentrum in der Friedrichstraße 6 in Rheinfelden, eine Anlaufstelle für Geflüchtete eingerichtet. Und auch die Stadt Bad Säckingen arbeitet eng eng mit dem hiesigen Flüchtlingshilfeverein „Refugees Integrated e. V. Bad Säckingen“ zusammen.