Auf alten Pfannen lernt man kochen“, ist der wahrlich rotzfreche Titel von Cocodellos Micro-Musical Theater. Delio Malär, schweizer Multitalent, der die ewige Jugend gepachtet zu haben scheint, knistert mit Cornelia Schirmer – Bühnenprofi in den besten Jahren – über die Bühne des Folktreff in der Bonndorfer Stadthalle am kommenden Samstag, 17. September.

Mehr Spannung als die beiden erzeugen – jung und reif, Mann und Frau – ist kaum vorstellbar. Sie singen, tanzen, trinken und entfachen ein funkelndes Spiel. Es flirrt und flimmert, eben auch erotisch, zwischen dem ungleichen Paar. Mit unglaublich pfiffigen Songs und Texten pendeln Delio Malär und Cornelia Schirmer zwischen ehrlichem Rock‘n‘Roll, Chanson, Pop und Belcanto und schlagen einen geglückten Bogen zwischen Micro-Musical und Kammerspiel.

„Wir sind voller Vorfreude auf die neue Aufgabe, die wir übernommen haben. Und wir freuen uns, gleich fast das ganze Spektrum der so vielseitigen Kleinkunst anbieten zu können“, sagt Jürgen Friedrich, der im Juni gemeinsam mit Anna Schwenninger den Vorsitz des Folktreff übernommen hat. Die Kritiken gibt den beiden neuen Folktreff-Machern Recht. Von „subtilem Tiefgang und unwiderstehlicher Energie“ berichtet man in Südthüringen: „Nach mehreren Zugaben bedankte sich das hingerissene Publikum geschlossen mit Standing Ovations.“ Michael Laages empfiehlt in der Nachtkritik des Deutschlandfunks: „Anschauen, wo immer das Duo gastiert – und: einladen, wann und wo immer ein Theater Lust hat auf eine hinreißende kleine Abend-Unterhaltung!“ Auch in Wolfsburg und Lauenburg wird berichtet von „nicht enden wollender, überschwänglicher Begeisterung“ und von Publikum, das stehend Beifall klatscht.

Es handelt sich im Übrigen um eine Produktion von Cocodello (Micro-Musical – Theater) in Zusammenarbeit mit dem Altonaer Theater (Kammerspiel Hamburg). Sprich, Bonndorf hat zumindest an diesem Abend ein professionelles Theater in die Stadt geholt, für das sonst sehr weite Wege nötig wären. „Wir hoffen natürlich auch, dass unser Publikum sich aufmacht und unseren Saal wieder wie vor Corona füllt“, meint Friedrich. Schließlich sei es das Publikum, wofür man die Bühne bereite. „Und wenn das Publikum ausbleibt, können wir auf Dauer solche Veranstaltungen nicht durchführen.“