Der Naturpark-Minister zeigt sich begeistert: „Die beiden besichtigten Projekte beweisen aufs Neue, dass die Arbeit des Naturparks in seinen Aufgabenfeldern breit angelegt ist: von Landschaftspflege und Naturschutz, über Tourismus, Bildung und Regionalvermarktung ist alles dabei. Der Naturpark arbeitet mit und für die Menschen in der Region, aber auch die touristischen Strukturen werden mitgedacht und einbezogen“.

Ausgerüstet mit Astscheren, Äxten und Sägen ging es morgens mit Naturpark-Koordinatorin Christine Peter, Feldberg-Förster Jens Göttfert und Vertretern des Vereins „Auerhuhn im Schwarzwald“ sowie Freiwilligen zur Einsatzfläche am Feldberg. Auf dem Programm stand eine Biotoppflege für das Auerhuhn. Denn der Lebensraum für das Auerhuhn im Schwarzwald braucht helfende Hände. „Solche Pflegemaßnahmen sind elementar, um die wenigen Lebensräume für das selten gewordene, inoffizielle Wappentier des Schwarzwaldes zu sichern“, betont Hauk.

Unter fachlicher Anleitung wurden geeignete Refugien angelegt: Die Teilnehmenden räumten Flächen frei und schichteten Astmaterial auf große Haufen, um dem Waldvogel Deckungsmöglichkeiten zu bieten. Zudem wurden aufkommende Ebereschen entfernt und Flugkorridore, ausgeformt. Informationen zu Auerhahn und Auerhenne, wie deren optimaler Lebensraum aussieht und weshalb die Art im Schwarzwald gefährdet ist, gab es obendrein.

Der Freiwilligeneinsatz fand im Rahmen des Projekts „Voluntourismus für die biologische Vielfalt in den Nationalen Naturlandschaften“ statt. „Das Projekt bereichert die Angebotsvielfalt des Naturparks ungemein. Dadurch ergibt sich eine neue spannende Möglichkeit, um mit Gästen und Einheimischen gemeinsam die Region des Südschwarzwaldes zu gestalten“, so Landrätin Marion Dammann, Vorsitzende des Naturpark Südschwarzwald. Das Projekt wird gefördert im Bundesprogramm Biologische Vielfalt durch das Bundesamt für Naturschutz. 2022 sind insgesamt 13 Tageseinsätze und eine Aktivreise im Naturpark Südschwarzwald geplant. Ziel des Projektes ist es, gemeinsam mit zahlreichen engagierten Partnerorganisationen aus der Region einen aktiven Beitrag zum Schutz und zur Förderung der biologischen Vielfalt zu leisten und gleichzeitig die Teilnehmenden für deren Bedeutung zu sensibilisieren und Bildungsarbeit zu leisten.

Naturpark-Marktscheune

Vom aktiven Einsatz auf der Fläche ging es direkt weiter zur „Landschaftspflege mit Messer und Gabel“. Der im Mai 2022 eröffnete WÄLDER:Genuss in Feldberg-Bärental ist Teil des Kooperationsprojektes „Naturpark-Marktscheune“, die für Genuss, Design und Kultur aus dem Südschwarzwald stehen. Kern der Kooperation ist das gemeinsame Engagement für die Ziele des Naturparks. „Der Landmarkt ist ein Familienunternehmen mit einer klaren Handschrift. Was uns verbindet, ist die Begeisterung für den Schwarzwald und für alles Gute, das hier entsteht. Im Markt und in unserer Gastronomie bieten wir sorgfältig ausgewählte Schwarzwald-Produkte an“, so Johannes Pokrzywa, Inhaber und Geschäftsführer WÄLDER:Genuss. Minister Peter Hauk zieht das Fazit: „Naturpark-Marktscheunen wie der WÄLDER:Genuss bringen die Themen der nachhaltigen Regionalvermarktung und -versorgung perfekt zusammen. Gerade im ländlichen Raum, in dem sich die Naturparke befinden, ist die Versorgung mit Produkten aus der Region elementar.“

Roland Schöttle, Geschäftsführer des Naturpark Südschwarzwald ergänzt: „Mit dem WÄLDER:Genuss gibt es die zweite ausgezeichnete Naturpark-Marktscheune im Südschwarzwald. Solche Vermarktungsstrukturen stärken die landwirtschaftlichen Betriebe durch eine hohe Wertschöpfung in der Region. Ziel ist es, die Regionalität zu stärken, gleichzeitig profitieren Einheimische und Besuchende von dem vielfältigen Angebot. Heimische und gesunde Lebensmittel sind zudem ein ganz konkreter Beitrag zum Klimaschutz.“

Die „Naturpark-Marktscheune“ bündelt hochwertige Schwarzwald-Produkte und präsentiert sie liebevoll in
einladendem Ambiente. Von der hohen regionalen Qualität der Produkte konnten sich Minister Hauk und die Teilnehmenden selbst überzeugen: Unter dem Motto „Alles Gute aus dem Schwarzwald“ findet sich im Markt eine große Auswahl bester Schwarzwälder und badischer Lebensmittel sowie Alltagsgegenstände – gefertigt aus heimischen Werkstoffen für Designverliebte und Geschenkefans. Auch das Projekt „Blühender Naturpark“ findet sich auf den insektenfreundlich gestalteten Außenflächen der Naturpark-Marktscheune wieder.

Der Tag bewies aufs Neue, dass die Naturpark-Arbeit in den Säulen Naturschutz und Landschaftspflege, nachhaltiger Tourismus und Erholung, Bildung für nachhaltige Entwicklung sowie nachhaltige Regionalentwicklung direkt in Projekte überführt werden und somit zu einer insgesamt nachhaltigeren Entwicklung der Naturpark-Region beiträgt.

Informationen zum Projekt Voluntourismus und zu den weiteren Einsatzterminen in 2022 unter:

www.voluntourismus-im-naturpark.de