Schon im Herbst drehte das Team um SWR-Redakteurin Kristin Haub einen kleinen Film vom Park und seinen Raubtieren für den Wetterbericht der SWR-Landesschau. Sie fand den Freizeit- und Tierpark mit seinem für große und kleine Besucher abwechslungsreichen Angebot von Tieren und Fahrgeschäften sehr schön. Die Betreiberfamilie Braun legt auch auf die Kleinsten ihr Augenmerk, die mit der Indooranlage „Dschungelland“ und dem „Kidsmania bereits im Alter ab zwei Jahren kindgerechte Fahrgeschäfte vorfinden.

Mit seinem Raubtierhaus und dem dazugehörenden 2,5 Hektar großen Freigehege, auf dem sechs Tiger und fünf Löwen leben, gehört die Anlage zu den größten Europas“, betont Dompteur und Cheftierpfleger Christian Walliser. „Die Tiere fühlen sich hier sehr wohl und es passt gut zusammen mit den Fahrgeschäften im Park, die sich zur Freude der Kinder größtenteils an Tierthemen anlehnen“, erklärt er. In einem Wechselgehege kann er die Tiger und Löwen austauschen. „So können die Besucher während der Vorstellung im immer gut frequentierten Show-Raum auch draußen im Gehege eine Raubtiergruppe beobachten.“

Der Kamelnachwuchs fühlt sich im großzügigen Freigehege sichtlich wohl.
Der Kamelnachwuchs fühlt sich im großzügigen Freigehege sichtlich wohl. Bild: Angele Kerdraon

Fasziniert, wie fast alle Menschen die den Park besuchen, war SWR- Filmemacherin Kristin Haub vor allem von den Raubtieren, die neben den 200 anderen Tieren im Park leben. „Für mich auch ein Grund den Park nochmals aufzusuchen“, erklärt sie. Dabei richtete sie die Kamera hauptsächlich auf Tiger, Löwen & Co. Das Ergebnis ist ein Film, der in vier Folgen ab Dienstag, 7. Juni, jeweils um 17.45 Uhr, in der SWR-Landesschau zu erleben sein wird. „Tiger, Löwen und Co“ sind die sechs Tiger und fünf Löwen sowie Dompteur und Tierpfleger Christian Walliser und seine Ehefrau Jahn Walliser. „Wir haben uns sehr gefreut, dass Frau Haub über uns und den Park noch einmal einen Film gedreht hat“, unterstreicht Walliser, dessen Tiere sich in den großzügig angelegten Gehegen mit Bademöglichkeiten für seine Raubtiere sozusagen pudelwohl fühlen.

Tiger greift Dompteur an

Kristin Haub befasst sich in den ersten Teilen des Films mit der Vorgeschichte von Christian Walliser, der bei einer Vorführung mit seiner Tiger- und Löwengruppe in einem großen Zirkus, fast sein Leben verlor, weil er bei der Vorführung stolperte und ihn zwei seiner Tiger angegriffen. Walliser, der seine Tiere wie eigene Kinder liebt, kämpfte sich damals trotz der Schwere seiner Verletzungen, wieder ins Leben mit seiner Tigergruppe zurück. Noch heute ist der 15-jährige Jaipur, der ihn angriff, bei ihm. Seine Zuneigung zu dem Tier, hat trotz des Angriffs nicht abgenommen. Auf seinem Zuruf kommt er sofort und will mit ihm schmusen. Der Film zeigt auch die ungewöhnliche Geschichte der „Wallisers“, die seit zwölf Jahren verheiratet sind und sich vor zwei Jahren über die Geburt ihrer Tochter „Aneshya“ freuen durften. Thematisiert wird auch das Verhältnis der Wallisers zum Löffinger Städtle. „Wir wurden hier so positiv und freundlich aufgenommen“, erinnern sich beide noch heute gerne.

Christian Walliser schmust mit seinem Tiger Jaipur, der sofort kommt, wenn sein „Herrchen“ ihn ruft.
Christian Walliser schmust mit seinem Tiger Jaipur, der sofort kommt, wenn sein „Herrchen“ ihn ruft. Bild: Angele Kerdraon

Die meisten Besucher sind begeistert über das Gebotene im Tatzmania: So zeigt sich ein Besucher aus Deißlingen bei Tuttlingen, der mit seiner Tochter Bianca zum ersten Mal den Park besucht, begeistert und doch erstaunt. „Das ist ein toller Park, der sehr viel bietet, sowohl an Tieren als auch an Fahrgeschäften und er ist sehr gepflegt – ich komme auf jeden Fall wieder“, versichert er. Ein Fan des Parks ist der zwölfjährige Benjamin aus Basel, der mit seiner Mama im Urlaub den Park entdeckt hat und nun zum zweiten Mal hier ist. „Einfach klasse hier“, sagt er und stellt gleich sachkundige Fragen. Dabei verrät er, dass er mal Tierforscher werden möchte.

Der Film gibt auch einen Einblick in die Arbeit des Tierpflegers, die hinter den Kulissen des Show-Raumes im Tatzmania stattfinden. Dazu gehört die Organisation der Verpflegung der Raubtiere. „Pro Tag frisst ein Tier sechs bis acht Kilo Fleisch, das zweimal wöchentlich geliefert wird“, so Walliser und verrät, dass hierfür 4400 Euro ausgegeben werden müssen. Heute stehen tote Kaninchen auf dem Speiseplan der Löwen, die sich im Show-Raum, in dem die Zuschauer durch eine Sicherheitsscheibe hautnah erleben können, wie eine „Fressarie“ bei den Löwen abgeht, staunen lässt. Gespannt hört das Publikum auch den Ausführungen Wallisers über die Lebensgewohnheiten der Tiere zu.

Die Fahrgeschäfte werden im Tatzmania von Jung und Alt gerne angenommen.
Die Fahrgeschäfte werden im Tatzmania von Jung und Alt gerne angenommen. Bild: Angele Kerdraon

Neben seinen fünf Kamelen und derzeit drei Kamelbabys sowie zwei Pferden, betreut Cheftierpfleger Christian Walliser mit seinen Tierpflegern an die 200 Tiere im Park. Jetzt führt sein Weg zu den lustigen Zwergziegen, die vor zwei Tagen drei Babys auf die Welt brachten. Walliser kann auch mit den Kleinen, die sich von ihm ohne Scheu auf den Arm nehmen lassen. Die zahlreichen Kleintiere wie Gänse, Meerschweinchen, Wachteln und Hühner lassen vor allem die Kinderaugen strahlen.

Im Bau befindet sich auch das Affenhaus um das eine große Mauer gezogen wurde, damit die unermüdlichen Ausreißer kein leichtes Spiel mehr haben. An vier Tagen können die Besucher hier die Fütterung miterleben. Neu im Park sind verschiedene Fahrgeschäfte, wie beispielsweise die „Affenschaukel“, die begeistert aufgenommen wurde. Dort steht eine junge Mutter aus Löffingen mit ihrer kleinen Tochter. „Ich habe eine Dauerkarte und bin fast täglich mit meinen Kindern hier, die Kinder sind immer wieder begeistert“, verrät sie und will morgen wiederkommen.

www.tatzmania.com