Am Donnerstagmorgen, 28. Juli 2022, kurz nach 6 Uhr, kam es in der Reichenaustraße zu einem Gebäudebrand. Als die Feuerwehr eintraf, war bereits eine starke Rauchentwicklung sichtbar. Eine Wohnung im zweiten Obergeschoss befand sich in Vollbrand. Mehrere Personen hatten sich bereits auf einen Balkon gerettet.

Vor Ort begann die Feuerwehr umgehend mit den Löschmaßnahmen.
Vor Ort begann die Feuerwehr umgehend mit den Löschmaßnahmen. Bild: Feuerwehr Konstanz



Vor Ort angekommen ging ein Trupp der Feuerwehr unter Atemschutz in die betroffene Wohnung und begann umgehend mit den Löschmaßnahmen. Die Bewohner wurden über die Drehleiter gerettet. Schnell forderte die Feuerwehr weitere Kräfte zur Einsatzstelle nach. Die Leitstelle Konstanz alarmierte weitere Kräfte des Rettungsdienstes.

Die Wohnung in Petershausen stand am Donnerstagmorgen in Vollbrand.
Die Wohnung in Petershausen stand am Donnerstagmorgen in Vollbrand. Bild: Feuerwehr Konstanz

Weitere Atemschutztrupps unterstützen bei der Brandbekämpfung und beim Absuchen der umliegenden Wohnungen. Von außen wurde eine Riegelstellung aufgebaut um weitere Gebäudeteile vor den Flammen zu schützen. Im Anschluss wurde die Wohnung mit einem Überdrucklüfter belüftet und stromlos geschalten. Brandschutt wurde aus der betroffenen Wohnung geräumt und letzte Glutnester abgelöscht. Alle weiteren Wohnungen im betroffenen Haus wurden auf Rauch und Brandgase kontrolliert.

Brandschutt wurde aus der betroffenen Wohnung geräumt.
Brandschutt wurde aus der betroffenen Wohnung geräumt. Bild: Feuerwehr Konstanz

Rauchmelder haben Schlimmeres verhindert

Das betroffene Gebäude, in dem 30 Bewohner gemeldet waren, wurde durch die Feuerwehr komplett geräumt. Acht Hausbewohner mussten durch die Feuerwehr aus dem Gebäude gerettet werden. Drei Personen wurden durch Rauchgase verletzt. Außerdem wurden alle Bewohner durch die Feuerwehr und Sanitäts-Einheiten des Roten Kreuz betreut. Durch die frühzeitige Warnung von Rauchwarnmeldern konnte wohl Schlimmeres verhindert werden. Etliche Bewohner konnten sich bereits vor Eintreffen der Feuerwehr selbst ins Freie retten.

Die Feuerwehr rückte mit einem Großaufgebot an.
Die Feuerwehr rückte mit einem Großaufgebot an. Bild: Feuerwehr Konstanz

Kommandant Bernd Roth fuhr ebenfalls die Einsatzstelle an und unterstütze die dortige Einsatzleitung. Im Einsatz waren die Kräfte der hauptamtlichen Wache, des Löschbereich Petershausen, des Löschbereich Altstadt, des Löschbereich Wollmatingen, die Führungsgruppe, sowie weitere Hauptamtliche Kräfte zur Wachbesetzung. Ebenfalls mit an der Einsatzstelle: der Kreisbrandmeister, die Polizei, sowie Kriminalpolizei, das Ordnungsamt und Vertreter der Stadtverwaltung. Zehn Personen mussten durch die Stadtverwaltung vorübergehend in anderen Wohnungen untergebracht werden.

Mehrere Wohnungen wurden durch das Feuer so stark beschädigt, dass sie nicht mehr bewohnbar sind.
Mehrere Wohnungen wurden durch das Feuer so stark beschädigt, dass sie nicht mehr bewohnbar sind. Bild: Feuerwehr Konstanz

Mehrere Wohnungen wurden durch das Feuer so stark beschädigt, dass sie nicht mehr bewohnbar sind. Für die betroffenen Bewohner organisierte die Stadt Konstanz Notunterkünfte. Die Reichenaustraße war während des Einsatzes der Rettungskräfte zeitweise voll gesperrt. Das Kriminalkommissariat Konstanz hat die Ermittlungen übernommen. Aufgrund der bisherigen Erkenntnisse sei von einer vorsätzlichen Brandlegung nicht auszugehen, heißt es in einer Mitteilung der Polizei. Der am Gebäude entstandene Sachschaden dürfte im Bereich von rund 100.000 Euro liegen. (FW/pol)