Theater auf dem Münsterplatz ist nicht mehr wegzudenken aus dem Konstanzer Kalender und immer ein ganz besonderes Erlebnis – sei es wegen des imposanten Hintergrunds des Münsters, wegen der raffinierten Ausstattung, wegen des großartigen Schauspielensembles oder wegen der unterhaltsamen Inszenierungen an lauen Sommerabenden.

Bei der Uraufführung von „Nosferatu“ am kommenden Samstag verwandelt sich der Münsterplatz wieder in eine fantastische Bühne. Und es wird so richtig schön gruselig, wenn die „Schauermär für Ensemble und Blaskapelle“ für genüssliches Schaudern sorgt.

Erarbeitet hat die Konstanzer Version Stephan Teuwissen, die Musik zur Konstanzer Uraufführung hat Sebastian Androne-Nakanishu, Preisträger zahlreicher nationaler und internationaler Kompositionswettbewerbe, komponiert. Auf die Bühne bringt das komisch-musikalische Melodram die Schweizer Regisseurin Mélanie Huber.

Und darum geht‘s

Professor Van Hasselt, herumreisender Wissenschaftler, spricht in Konstanz vor dem Verein der Bildungsfreudigen über widernatürliche Phänomene unter besonderer Berücksichtigung des Vampirismus. Kaum eine Person schenkt ihm Glauben.“ So beginnt das Spektakel um den tragisch-grausigen Orlok, seines Zeichens Vampir.

Und dann: Makler Nogg schickt seinen jungen Angestellten Hutter nach Siebenbürgen, um mit Orlok über den Kauf eines Hauses zu verhandeln, Hutters Verlobte Mathilda ahnt zwar nichts Gutes, bleibt aber klar: „Geh oder bleib! Zögern zermürbt!“. Hutter geht, das Interesse Orloks ist geweckt und damit das Schicksal von Konstanz besiegelt. Orlok landet am Hafen an. Die Freude über den adeligen Besuch ist zunächst groß, doch innerhalb von Tagen verwandelt sich das hübsche, friedliche Städtchen in ein riesiges Irren- und Leichenhaus – wenn da nicht Mathilda wäre ...

Neben Musikern aus der Region und dem Theaterensemble, ist auch das Stadtensemble des Theater Konstanz, das mit „Hin und Her“ seine erste Premiere erarbeitet hat, in die Inszenierung eingebunden. pm