Tausende Menschen, die gemeinsam Musik genießen, tanzen und das Grinsen nicht aus dem Gesicht bekommen – das ist Festival-Feeling pur! Und darauf fiebern Musik-Fans schon eine ganze Weile lang hin. Sowohl vor, als auch hinter der Bühne. Die Corona-Pause war schmerzhaft. Vor allem für die gebeutelte Veranstaltungsbranche. Doch in diesem Jahr scheint ein Ende des Tunnels in Sicht. Die Festival-Saison 2022 ist angelaufen und bringt am Samstag, 2. Juli das GuteZeit ins Bodenseestadion.

Die Anfänge des GuteZeit-Festivals

Ümit Dagdelen und Kay Brüggemann haben das Festival 2015 ins Leben gerufen, das im ersten Jahr mit gerade mal 2000 Besuchern gestartet ist. Seitdem ist das GuteZeit stetig gewachsen, präsentierte internationale Top-Acts auf der Bühne und lockte 2019 rund 6000 Elektro-Fans an den Bodensee.

Und sogar im zweiten Corona-Jahr hat das Festival das Bodensee-Stadion gefüllt. Während beinahe alle anderen Großveranstaltungen 2021 erneut abgesagt wurden, fand das GuteZeit statt. Möglich machten das, neben der damaligen Pandemie-Entwicklung, ein Hygienekonzept, Corona-Hilfen und eine Menge Vorbereitung. Die Besucherzahl wurde begrenzt, das Festival-Gelände gleichzeitig erweitert. „Wir sind stolz, dass wir es durchgezogen haben“, sagt Björn Brüggemann, Teil des Veranstalter-Teams rückblickend.

GuteZeit-Festival 2022: Das ist geplant

Und 2022? Alles beim Alten? Nicht ganz. Mit einem Wachstum, das an die Vor-Corona-Jahre anschließt, rechnen die Veranstalter nicht. Stattdessen stellt sich das Team auf eine ähnliche Besucherzahl wie im Vorjahr ein. „Wir planen mit 5000 Leuten“, sagt Brüggemann. Warum? Weil wir im Moment einen „verzerrten Markt“ erleben, so Brüggemann weiter. Soll heißen: Bei verschobenen Veranstaltungen kommen zu den aktuell neu verkauften Tickets die bereits verkauften Tickets aus den Vorjahren dazu. Da das GuteZeit 2021 stattfand, sei dieser Effekt ausgeblieben. Dennoch gibt sich Brüggemann gelassen: „Wir wollen organisch wachsen“, sagt er. Und: „Wir wollen langfristig planen.“

Und was ist nun 2022 geboten? Die GuteZeit-Besucher erwarten zahlreiche Acts, darunter Monika Kruse und Moonbootica, die sich auf drei Bühnen verteilen: die Imperia-Stage, die 2nd-Stage und die Arena-Stage. Zudem gebe es eine kleinere Überraschungs-Bühne, verrät Brüggemann. Neu in diesem Jahr: Neben den Top-Acts aus dem Elektro-Bereich setzen die Veranstalter einen stärkeren Fokus auf Hiphop. So seien für die Arena-Stage mehr Live-Acts geplant, sagt Veranstalter Kay Brüggemann. Die 102 Boyz etwa zählten aktuell zu den gefragten Newcomern.

Kulinarisch reiche das Angebot von Festival-Klassikern wie Curry-Wurst und Pommes, über Pizza und Burger, bis zu Falafel, sagt Kay Brüggemann. Das Team achte dabei auf regionale Anbieter, sagt Björn Brüggemann. Insgesamt wollen die Veranstalter ihr Festival nachhaltiger aufstellen. So ermögliche eine Kooperation mit Penny den Einsatz von Shuttlebussen, die die Besucher zum Gelände bringen sollen. Zudem werden dieses Jahr neben Dixis und Klowägen erstmals Öko-Toiletten eingesetzt. Sie sollen eine chemiefreie Alternative bieten.

Karten-Bezahlsystem auf dem GuteZeit

Wie bereits im vergangenen Jahr setzen die Veranstalter auf ein elektronisches Karten-Zahlsystem. Diese Karten können an mehreren Stationen mit Bargeld oder EC-Karte aufgeladen werden und dienen auf dem Gelände als Zahlungsmittel, erklärt Björn Brüggemann. Um die Auszahlung eines Rest-Guthabens müssten sich die Besucher am Veranstaltungsabend nicht kümmern. Die könne man im Nachhinein bequem von zu Hause aus per Mail anfordern.

Mit elektronischen Bezahlsystemen gab es im Bodensee-Stadion bereits Probleme. Jüngst bei einer anderen Großveranstaltung. „Das Internet-System im Stadion ist sehr schwierig“, sagt Björn Brüggemann. Deshalb soll es nun verstärkt werden. „Wir haben ganz stark investiert.“

Probleme gab es im Bodensee-Stadion auch kürzlich bei einem ganz anderen Thema: dem Rasen. Das Football-Team Konstanzer Pirates hatte einen neuen Rasen verlegt, der durch eine Veranstaltung beschädigt wurde. Beim GuteZeit soll das aber nicht passieren, so Björn Brüggemann. Der Rasen werde mit Planen abgedeckt. „Wir wollen das Stadion so hinterlassen, dass wir hier gern gesehen sind.“

An- und Abreise zum Bodensee-Stadion

Parkmöglichkeiten vor Ort gibt es nicht. Stattdessen bringen Shuttlebusse die Festivalgäste ab 12 Uhr in regelmäßigen Abständen vom Bahnhof ins Bodenseestadion. Abends fahren die Shuttlebusse wieder zum Bahnhof zurück sowie zur After-Show-Party zum Berry‘s und zur Kantine. Hier gebe es auch noch einen Überraschungs-Act, verraten die Brüggemanns.

Tickets gibt es online und an der Tageskasse. Mehr Infos unter www.gutezeit-festival.de