Fridays for Future ruft am 25. März 2022 zum zehnten globalen Klimastreik auf. Auch in Konstanz ist zu diesem Anlass eine große Demonstration geplant: der Demonstrationszug wird um 11.30 Uhr im Herosé-Park starten und sich gegen 13 Uhr im Stadtgarten zu einer Abschlusskundgebung versammeln.

Unterstützung erhalte die Aktion von einem breiten Bündnis aus unterschiedlichen lokalen Gruppierungen, darunter ver.di, Amnesty International, dem BUND, Young Caritas und vielen weiteren, heißt es in einer Mitteilung von Fridays for Future Konstanz. Unter dem Motto #ReichtHaltNicht wollen die Klimaschützerinnen und Klimaschützer die Ampelkoalition an ihren Regierungsauftrag erinnern und damit an ihre Verpflichtung, ihre selbst gesetzten und teilweise völkerrechtlich vereinbarten Klimaziele einzuhalten. Gleichzeitig erhoffen sich die Aktivistinnen und Aktivisten auch eine Wende in der Lokalpolitik: insbesondere fordern sie den Ausbau von Wärmenetzen und einen zeitnahen Gasausstieg bis spätestens 2035.

Umfassendes Hygienekonzept

Wie auch beim letzten Mal werde es ein umfassendes Hygiene-Konzept geben, zu dem insbesondere eine Abstands- und Maskenpflicht gehört. Außerdem werden die Demonstrierenden in mehrere Blöcke mit maximal 50 Personen eingeteilt, um eine zu große Vermischung zu vermeiden.

Die Organisatorinnen und Organisatoren hoffen erneut auf viele Teilnehmer, die den Forderungen von Fridays For Future lokal, deutschlandweit und weltweit eine laute Stimme verschaffen.

Das fordert Fridays for Future

Die Klimakrise werde mit jedem Jahr drängender und ihre Folgen mit jedem nicht erreichten Klimaziel katastrophaler und unumkehrbarer. „Daher fordern wir nicht nur Schülerinnen und Schüler zum Protest auf, sondern auch alle anderen, die sich für eine gerechtere Zukunft einsetzen möchten. Jede und jeder ist bei der Demonstration willkommen!“, heißt es in der Mitteilung weiter.

Seit inzwischen drei Jahren finden in regelmäßigen Abständen auf der ganzen Welt Klimaproteste statt; zuletzt waren im September vergangenen Jahres deutschlandweit mehr als eine halbe Million Menschen auf der Straße, um für eine bessere Klimapolitik zu demonstrieren. Dennoch habe sich trotz neuer Regierung in Deutschland bei weitem nicht genug verändert. Denn obwohl sich die neue Ampelkoalition offiziell zum 1,5-Grad-Ziel bekennt, investiere Deutschland nach wie vor in fossile Energien und setze immer noch auf den Ausbau von klimaschädlicher Gasinfrastruktur, so Fridays for Future.

„Frieden und Klimagerechtigkeit waren nie untrennbarer als jetzt.“
Frida Mühlhoff von Fridays for Future Konstanz

Dies habe insbesondere im Licht der aktuellen Geschehnisse einen bitteren Geschmack: „Denn durch den Handel mit fossilen Energien im Ausland finanzieren wir nicht nur umweltschädliche Technologien, sondern auch demokratiefeindliche und kriegstreibende Regierungen sowie Unternehmen, die noch immer ihren eigenen Profit über das Leben von Menschen stellen.“

Der diesjährige Klimastreik stehe daher auch unter dem Zeichen des Friedens. Frida Mühlhoff von Fridays for Future Konstanz meint dazu: “Eine Antwort auf diesen Krieg muss ein Öl- und Gasembargo gegen Russland sein. Wir brauchen jetzt einen radikaleren und gerechten Ausstieg aus Kohle, Öl und Gas und den entschlossenen Einstieg in die erneuerbaren Energieträger. Frieden und Klimagerechtigkeit waren nie untrennbarer als jetzt.“

Weitere Informationen gibt es auf der Website von Fridays for Future Konstanz.