1. Was in den Gelben Sack darf und was nicht

In den Gelben Sack bzw. die Gelbe Tonne dürfen Verkaufsverpackungen aus Kunststoff, Metall und Verbundstoff. Mehr Details? Die Entsorgungsbetriebe Stadt Konstanz (EBK) geben einen Überblick:

2. Das passiert mit dem Gelben Sack

Die EBK übernehmen in Konstanz und den Ortsteilen das Sammeln der Gelben Säcke als privatwirtschaftlicher Dienstleister. Für die Entsorgung der Verpackungen sind in Deutschland die sogenannten Dualen Systeme verantwortlich. Die Kosten für die Entsorgung und Verwertung von Verpackungsabfällen werden also nicht mit den jährlichen Abfallgebühren bezahlt, sondern bereits beim Kauf der verpackten Artikel an der Supermarktkasse.

Zur Verwertung werden die Verpackungsabfälle nach Rheinfelden (D) transportiert. In Rheinfelden wird zunächst sortiert: Grobe Fehlwürfe wie Windeln werden aussortiert, Verbundstoffe, Kunststoffe und Metall voneinander getrennt. Kunststoff wird direkt in Rheinfelden zu sogenanntem Rezyklat weiterverarbeitet: Granulat, das als Grundstoff für Recyclingplastik dient. Die aussortierten Wertstoffe werden an andere Betriebe weitergeleitet, die sich auf die jeweilige Weiterverarbeitung spezialisiert haben, heißt es auf der Website der EBK. Die Wiederaufbereitung von Metall, beispielsweise Dosen und Konserven, sei relativ einfach. Bei Verbundstoffen, wie Getränke- und Milchkartons, sei die Wiederaufbereitung aufwendiger. Fehlwürfe im Gelben Sack werden der Restmüllverwertung, also Verbrennung zugeführt.

Laut der Initiative „Mülltrennung wirkt“ werden heute rund 60 Prozent der entsorgten Kunststoffverpackungen aus dem Gelben Sack und der Gelben Tonne recycelt, also stofflich verwertet, und wieder dem Wertstoffkreislauf zugeführt.

In Konstanz werden die Gelben Säcke einmal jährlich von den EBK im Stadtgebiet und den Ortsteilen an alle Haushalte verteilt.
In Konstanz werden die Gelben Säcke einmal jährlich von den EBK im Stadtgebiet und den Ortsteilen an alle Haushalte verteilt. Bild: Birgit Reitz-Hofmann - stock.adobe.com

3. Darum ist der Gelbe Sack so dünn

Bei der Initiative „Mülltrennung wirkt“ heißt es, der Gelbe Sack sei nach dem Mini-Max-Prinzip gestaltet. Sprich: So wenig Material wie nötig, für so viele Verpackungen wie möglich. Damit sollen auch bei der Herstellung des Gelben Sacks die Ressourcen bestmöglich geschont werden. Zudem haben schwere Abfälle im Gelben Sack auch nichts verloren.

Ein weiterer Vorteil des dünnen Materials: Es ist transparent. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Müllabfuhr können so auf den ersten Blick sehen, ob ein Gelber Sack korrekt befüllt wurde oder nicht. Übrigens: Für die Beschaffenheit der Gelben Säcke sind die Dualen Systeme verantwortlich, heißt es auf der Website der EBK.

4. Wo man in Konstanz Gelbe Säcke bekommt

In Konstanz werden die Gelben Säcke einmal jährlich von den EBK im Stadtgebiet und den Ortsteilen an alle Haushalte verteilt. Die Verteilung beginnt dieses Jahr in der zweiten März-Hälfte, heißt es von der EBK in einer Mitteilung. Jeder Haushalt erhalte wie gewohnt eine Rolle Gelbe Säcke.

Sollte eine Rolle Gelbe Säcke nicht bis zur nächsten Verteilung 2023 ausreichen, gibt es das ganze Jahr über Nachschub: Auf den Wertstoffhöfen, im Bürgerbüro in der Laube und in den Ortsverwaltungen. Auch dort gilt: Nur eine Rolle pro Haushalt, denn alle sollen die Chance haben, im Gelben Sack ihre Verpackungsabfälle zu recyceln.

5. Sack oder Tonne? Ihr habt die Wahl!

Die Verpackungsabfälle können in Konstanz nicht nur im Gelben Sack, sondern auch in der Gelben Tonne gesammelt werden. Bei den EBK kann man auf Wunsch für 28,56 Euro / Jahr (24 Euro + MwSt) eine Gelbe Tonne mieten. Infos dazu gibt es auf der Website der EBK unter oder bei der Abfallberatung (abfallberatung@ebk-tbk.de). Übrigens: Es muss nicht unbedingt die Miet-Tonne sein. Verpackungsabfälle können auch in selbst gekauften Tonnen für den Gelben Sack gesammelt werden.

Quellen: Entsorgungsbetriebe Stadt Konstanz (EBK), Initiative 'Mülltrennung wirkt'