Eigentlich hätte der Film von Regisseur Sven O. Hill letztes Jahr ins Kino kommen sollen. Doch dann kam Corona, die Kinos mussten dicht machen und der auf den Hofer Filmtagen und dem Biberacher Filmfestspielen ausgezeichnete Film musste auf seinen Kinostart warten. Doch jetzt ist es endlich soweit und Tomasz Robak, der im Film die 2. Hauptrolle spielt, freut sich den Film in den nächsten zwei Wochen auf einer PR-Tour durch Deutschland vorzustellen. Am Freitag wird der Konstanzer Schauspieler beim Zebra Open Air anwesend sein, wenn der Film um 21 Uhr als Preview gezeigt wird.

Konstanzer Theatergänger werden sich an den jungen Mann mit der Löwenmähne und der markanten Stimme erinnern, dessen erste Station als Schauspieler ein fünfjähriges Engagement am Theater seiner Heimatstadt war, das 2020 endete.

Für den Film „Coup“ wurde Robak 2019 von Regisseur Sven O. Hill auch wegen seiner äußerlichen Ähnlichkeit mit der Figur, die er im Film verkörpert, gecastet „Damals hatte ich noch mehr Bart und längere Haare“, lacht Robak. „Ich verkörpere den Typ des sanften Riesen“, verrät Robak, „der mit seinem Freund einen Finanzbetrug durchzieht, um eine Bank zu erleichtern.“ Der Film spielt im Hamburger Rockermilieu der 1980er Jahre und basiert auf einer wahren Geschichte. „Coup“ erzählt in einem innovativen Mix aus Spiel-, Doku- und Animationsfilm die Geschichte eines außergewöhnlichen Bankangestellten, beruhend auf den Original-Interviews. Die Kritik ist begeistert, die „Süddeutsche Zeitung“ feiert den Film als „ein wildes Stück Kino“ und die Jury der Hofer Filmtage schreibt: „Stellen Sie sich vor, Martin Scorsese und Guy Ritchie machen einen Film ohne Geld. Im Norden von Hamburg“ und zeichnete „Coup“ mit dem „Förderpreis Neues Deutsches Kino“ aus.

Doch zurück zu Tomasz Robak. Wie hat der Schauspieler den Corona-Lockdown überstanden? „Ich habe mich nach pandemiesicheren Jobs umgeschaut und in München eine Fortbildung zum Synchronsprecher gemacht. Außerdem arbeite ich an einem Online-Theater-Projekt, das demnächst startet.“ Und wie sieht es mit den Brettern aus, die für Schauspieler bekanntlich die Welt bedeuten? „Ich werde dem Theater auf jeden Fall treu bleiben.“ Und mit einem Lächeln ergänzt er: „Als freier Künstler“.