Viele Feste mussten coronabedingt auch in diesem Jahr ausfallen. Aber wenigstens auf den letzten Metern des Jahres kann einer der Höhepunkte des Veranstaltungsreigens unter neuem Namen stattfinden: Ein Adventsmarkt im Stadtgarten löst den alten Weihnachtsmarkt auf dem Konzilvorplatz und Marktstätte ab. „Das ist die gute Nachricht, wir sind glücklich, dass wir öffnen dürfen“, erklären Frank Schuhwerk und Tommy Spörrer von der Veranstaltungsagentur Event Promotions, die mit Levin Stracke den Adventsmarkt organisieren. Um den Besucherstrom zu entzerren, wird der Markt bereits eine Woche früher als üblich, am 18. November anfangen. Er endet am 22. Dezember.

Das Sozialministerium hat offiziell erst am 29. September das grüne Licht für die Weihnachtsmärkte im Land gegeben. Die aktuelle Corona-Verordnung sieht je nach Warnstufe ein 3G- oder 2G-Prinzip vor. Glühweintrinker müssen also geimpft, genesen oder getestet sein. Das bedeutet, dass das Gelände, auf dem Essens- und Getränkestände zu finden sind, umzäunt sein und der Einlass kontrolliert werden muss. „Damit schied die Marktstätte aus“, erklärt Frank Schuhwerk. In enger Abstimmung mit der Stadt und der Marketing & Tourismus Konstanz bespielen die drei Organisatoren jetzt den Stadtgarten.

Als zusammenhängende Fläche kann er umzäunt werden, der Susosteig und der Spielplatz bleiben frei zugänglich. Beim Konzil und der Benediktinerinsel liegen die Eingänge, an denen man je nach Lage auf 3G oder 2G mittels eines Scannersystems kontrolliert wird. Am 16. Oktober verabschiedet das Land voraussichtlich mit der neuen Corona-Verordnung ein 2G-Optionsmodell mit dem größere Veranstaltungen ohne Maskenpflicht und Abstandsregeln möglich sind. „Wenn das kommt, setzen wir es auch um“, sagt Levin Stracke.

Der Standortwechsel erlaubt Planungssicherheit und eröffnet neue Möglichkeiten. „Im Stadtgarten werden 500.000 LEDs für Lichtzauber sorgen“, freut sich Tommy Spörrer. Außerdem erwartet Kinder ein Wichteldorf, in dem es viele Mitmachangebote geben wird, ein historisches Pferdekarussell dreht sich an der Konzertmuschel.

Wie viel Stände es schlussendlich werden, können die Organisatoren nicht sagen, dies werde noch berechnet. Sicher ist dagegen, dass auf mehr Regionalität der Händler und Gastronomen sowie mehr Nachhaltigkeit – so kommt unter anderem Mehrweggeschirr zum Einsatz – geachtet wird.