Tagsüber Temperaturen im zweistelligen Bereich, kaum Frost in der Nacht: Vom Winter ist derzeit nicht viel zu spüren. Und glaubt man einer alten Bauernregeln, dann steht fast schon der Frühling vor der Tür: „Ist bis Dreikönigstag kein Winter, so kommt auch keiner mehr dahinter.“ Nun, die drei Weisen aus dem Morgenland sind seit biblischen Zeiten nicht unbedingt als Wetterpropheten, sondern eher als „Sterndeuter“ bekannt, die durch einen Himmelskörper zu Jesus geführt wurden. Doch auch moderne Wetterbeobachtungen bestätigen: Wenn sich bis Anfang Januar noch kein winterlich kaltes Wetter eingestellt hat, so werden die restlichen Winterwochen wahrscheinlich ebenfalls zu warm ausfallen.

In der katholischen Kirche werden die „drei Könige“ als Heilige verehrt, deren Hochfest das Fest der Erscheinung des Herrn (Epiphanie) am 6. Januar ist. Auch in den evangelischen Kirchen wird zu Epiphanias der Weisen bzw. Magier (wie sie im griechischen Ausgangstext der Bibel heißen) gedacht.

Traditionell sind in dieser Zeit die Sternsinger unterwegs. Wegen Corona kommen Caspar, Melchior und Balthasar auch dieses Jahr entweder nur auf Bestellung oder bleiben gleich ganz im „Homeoffice“.

Auf jeden Fall im Einsatz sind die Drei Könige in den zahlreichen Weihnachtskrippen, die es derzeit im Dreiländereck zu sehen gibt. Der Verein REGIO Konstanz-Bodensee-Hegau hat dazu einen kostenlosen Wegweiser herausgebracht (siehe unten).

Wer gleich mehrere Krippen nebeneinander bewundern möchte, findet rund um den Bodensee hochkarätige Ausstellungen. Über 600 Krippen aus über 80 Ländern gibt es in der Krippenwelt in Stein am Rhein zu sehen. Im Vorarlberger Landesmuseum werden Werke der Vorarlberger Krippenbauvereine gezeigt. Und im Krippenmuseum in Dornbirn findet sich eine 23 Meter lange Jahreskrippe mit 14 Stationen aus dem Leben von Jesus.

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Doch zurück zu den Heiligen Drei Königen. Eine weitere Bauernregeln soll an dieser Stelle nicht unterschlagen werden, auch wenn sie der zu Beginn diese Textes gestellten Wetterprognose etwas widerspricht: „Ist es zu Dreikönig hell und still, der Winter vor Ostern nicht weichen will.“