Im Oktober 2021 wurde am Petershauser Bahnhof das Mahnmal „Oktoberdeportation“ der Initiative „Stolpersteine für Konstanz – gegen Vergessen und Intoleranz“ feierlich eingeweiht, in Gedenken an die 112 jüdischen Menschen, die am 22. Oktober 1940 vom Petershauser Bahnhof nach deportiert wurden.

Nun wurde das Mahnmal, welches von Konstanzer Jugendlichen zusammen mit dem Künstler Harald Björnsgard gestaltet wurde, am Donnerstag, 9. Dezember 2021 offiziell von der Initiative als Schenkung an die Stadt Konstanz überreicht.

Der Text auf der Tafel lautet u.a.: „Das Leben von 112 jüdischen Menschen wurde zerstört, als diese am 22. Oktober 1940 von diesem Bahnhof aus nach Gurs (Südwestfrankreich) deportiert wurden. Viele von ihnen kamen in Gurs ums Leben. Ab Sommer 1942 begannen von dort Transporte nach Auschwitz, wo die Deportierten ermordet wurden. Dieses Mahnmal erinnert an die Verbrechen, die auch unter Beteiligung von Konstanzern an den jüdischen Mitbürgerinnen und Mitbürgern begangen wurden.“

Mehr Informationen zum Mahnmal, seiner Entstehung und Fotos und Videos der Gedenkfeierlichkeiten zum Jahrestag der Oktoberdeportation finden sich hier.

Sarah Müssig, Leiterin des Kulturamts Konstanz, nahm die Schenkungsurkunde im Namen der Stadt Konstanz entgegen, die ihr von Petra Quintini und Katrin Brüggemann von der Initiative „Stolpersteine für Konstanz – gegen Vergessen und Intoleranz“ überreicht wurde. Dabei waren auch zwei Schülerinnen der „Kunstgruppe“, Pauline Nock und Maya Roth, die gemeinsam mit Milana Fix und Gemma Quilisch an der Gestaltung der Skulptur beteiligt waren.