Ende Februar sollen sechs neue Elektrobusse auf den Konstanzer Straßen unterwegs sein und die Fahrgäste leise und umweltfreundlich von A nach B bringen. Natürlich muss auch der Ökostrom dafür irgendwo her kommen. Deshalb wird auf dem Stadtwerke-Gelände gerade eine neue Ladeinfrastruktur errichtet. Am Donnerstag, 3. Februar, wurde dabei eine der größten Aufgaben bewältigt: Per Schwertransport wurde eine Trafostation angeliefert, quasi das Herzstück der Infrastruktur.

Rund 65 Tonnen hat die Station.
Rund 65 Tonnen hat die Station. Bild: Stadtwerke Konstanz

Die rund 65 Tonnen schwere Station wurde mit einem auf derartig hohe Lasten ausgelegten Fahrzeug auf das Gelände manövriert und dort von zwei Kränen an ihren finalen Standort gehievt. Dies bedeutete für die beteiligten Firmen und die Mitarbeiter der Stadtwerke höchste Konzentration und viel Feingefühl wie Koordination im Umgang mit dem schweren Gerät. „Jetzt führen wir noch verschiedene Montage- und Anschlussarbeiten durch, so dass wir dann, wenn alles wie geplant funktioniert, die neuen Lademöglichkeiten gegen Ende des Monats nutzen können“, so Projektleiter Dr. Johannes Junge von den Stadtwerken Konstanz.

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Die Aufladung der Batterien erfolgt per Steckerladung über Nacht im Fahrzeugdepot auf dem Stadtwerke-Betriebsgelände. Hierbei kommt ebenfalls die Technik zum Einsatz, welche auch beim Schnellladen von Elektroautos verwendet wird. Über einen sogenannten CCS-Anschluss wird mit einer Leistung von bis zu 80 kW die Antriebsbatterie mit Gleichstrom geladen. Jeder Bus hat dafür an seinem Stellplatz einen separaten Ladeanschluss.

Diese Ladeleistung wird aktuell durch die Busse begrenzt. An jedem Ladeanschluss stehen prinzipiell bis zu 150 kW Ladeleistung zur Verfügung, so dass später auch einmal Busse mit größeren Batterien ähnlich schnell geladen werden können.

Mit zwei Kränen wurde die Trafostation an ihren finalen Standort gehievt.
Mit zwei Kränen wurde die Trafostation an ihren finalen Standort gehievt. Bild: Stadtwerke Konstanz

Die Netto-Nachladezeit beträgt, je nach Restkapazität in der Batterie, vier bis sechs Stunden. Kurz vor Betriebsbeginn werden die Fahrzeuge vorkonditioniert, das heißt im Sommer gekühlt beziehungsweise im Winter geheizt. Dies schont zum einen die Batterie und erhöht die Reichweite des Busses, sorgt zum anderen aber auch für deutlich mehr Komfort für unsere Fahrgäste und das Fahrpersonal. (pm)

Alle Infos zu den Elektrobussen gibt es unter www.stadtwerke-konstanz.de/elektrobus.