Die Stadtverwaltung Konstanz verfügt über drei Dezernate: Das Dezernat I von Oberbürgermeister (OB) Uli Burchardt umfasste bisher die Kämmerei (Finanzen), das Rechnungsprüfungsamt, das Personal- und Organisationsamt, das Referat des Oberbürgermeisters, das Justiziariat, das Bürgeramt, das Pressereferat, die Chancengleichheitsstelle, die Feuerwehr, das Bodenseeforum, die Ortsverwaltungen und zehn städtische Beteiligungen. Bürgermeister Dr. Andreas Osner verantwortet im Dezernat II die Bereiche Soziales, Kultur, Sport und Bildung, und Bürgermeister Karl Langensteiner-Schönborn ist im Dezernat III zuständig für die Bau-, Planungs- und technischen Ämter.

Berater drängten auf Veränderung

Im vergangenen Jahr untersuchte die Kommunale Gemeinschaftsstelle für Verwaltungsmanagement (KGSt), eine Art Think Tank für Kommunen, die Organisation des Dezernats I und empfahl eine Umstrukturierung des Arbeitsfelds des Oberbürgermeisters. Die KGSt stellte insbesondere eine zu große Führungsspanne des Oberbürgermeisters fest: 24 direkt zugeordnete Führungskräfte, darunter zehn Geschäftsführer von teils großen städtischen Beteiligungen. Die KGSt empfiehlt zwischen fünf und maximal zehn zu führenden MitarbeiterInnen. Es wurde die Notwendigkeit gesehen, erforderliche Kapazitäten für anstehende und dringliche Themen bzw. Aufgaben zu schaffen. Darunter fallen die Haushaltskonsolidierung, die Zukunft und Ausrichtung der städtischen Beteiligungen, die Umsetzung der Klimaschutzstrategie, die Wirtschaftsförderung und nicht zuletzt der Dialog mit Bürgerinnen und Bürgern.

Thomas Traber wird Verwaltungsdezernent

Die Umstrukturierung des Dezernats des Oberbürgermeisters wurde aufgrund der Empfehlungen der KGSt in den vergangenen Monaten sukzessive unter Beteiligung der Kolleginnen und Kollegen umgesetzt und ist nun abgeschlossen. Einen wesentlichen Punkt bildet die Etablierung eines hauptamtlichen Verwaltungsdezernenten mit einem eigenen Zuständigkeitsbereich innerhalb des OB-Dezernats. Der Gemeinderat wählte dafür Thomas Traber, den bisherigen Leiter des Personal- und Organisationsamts. Er hatte die Funktion des Verwaltungsdezernenten bisher lediglich nebenbei ausgeübt und dabei u.a. städtische Maßnahmen gegen die Corona-Krise koordiniert. Seit September ist er nun hauptamtlich für das Bürgeramt, das Personal- und Organisationsamt, das Justiziariat, die Feuerwehr, die Ortsverwaltungen und das Amt für Digitalisierung und IT zuständig. Das Amt für Digitalisierung und IT wurde im Rahmen der Umstrukturierung neu geschaffen. Es bündelt Aufgaben, die bisher dezentral in anderen Ämtern wahrgenommen wurden, und soll auf diese Weise das wichtige Thema Digitalisierung fokussiert und effizient voranbringen. Zu seinem Leiter wählte der Gemeinderat im Juli Eberhard Baier, der bisher in der Abteilung Statistik und Steuerungsunterstützung tätig war. Ebenfalls eine neue Aufgabe nimmt im Rahmen der Umstrukturierung Anja Conze wahr. Bis zum Eintritt in die Elternzeit als Leiterin des Bürgeramts tätig, arbeitet sie ab September als Leiterin des Personal- und Organisationsamtes.

Was der OB künftig macht

Im Zuständigkeitsbereich des Oberbürgermeisters befinden sich folgende Einheiten: die Kämmerei, das Rechnungsprüfungsamt, die Wirtschaftsförderung, das Pressereferat, die Chancengleichheitsstelle, das aus dem Referat des Oberbürgermeisters hervorgegangene und wieder neu gebildete Hauptamt, das nach ihrer im Juni erfolgten Wahl durch den Gemeinderat von Charlotte Biskup geleitet wird, das Bodenseeforum sowie das vom Gemeinderat im Juli neu beschlossene Amt für Klimaschutz. Ebenfalls im Bereich des Oberbürgermeisters verbleibt die Zuständigkeit für die zehn Beteiligungen (wie z.B. die Stadtwerke, die WOBAK und die Marketing- und Tourismus GmbH).

Der Oberbürgermeister wird in seiner Arbeit von seinem Büro-Team unterstützt. Es besteht aus Mario Böhler und Katharina Dietrich und wird von Melanie Eckhard geleitet, der persönlichen Referentin des OB. Zu den Aufgaben des Teams zählen u.a. die Kalenderorganisation und inhaltliche Vorbereitung von Terminen, die Bearbeitung und Beantwortung von BürgerInnen-Anfragen und die Kommunikation mit den Ämtern und Abteilungen der Verwaltung. (pm)