Große Veranstaltungen wird es in diesem Jahr nicht geben. Doch ganz abgesagt ist die Fasnacht 2022 auch nicht. Stattdessen soll sie dort stattfinden, wo sie ihren Ursprung hat: uf de Gass. Nur was heißt das konkret? Was ist erlaubt, was nicht? Und was planen die Gastronomen? Wir haben uns umgehört und geben einen Überblick.

Gibt es Verordnung für die Fasnacht seitens der Stadt?

Nein. Auf Nachfrage gab Pressesprecher Walter Rügert an, dass die aktuelle Corona-Verordnung bis vorläufig zum 25. Februar auch in Konstanz gelte. Darüber hinaus sehe die Stadt aber weder die Möglichkeit noch die Erforderlichkeit für irgendwelche eigenen Verordnungen.

Grundsätzlich sei jedoch ein Glasverbot für den „Schmotzigen Dunschtig“ in der Innenstadt denkbar, so Rügert. Ob das erforderlich ist, könne allerdings zum aktuellen Zeitpunkt noch nicht abschließend beurteilt werden. „Hier behalten wir die weiteren Entwicklungen im Blick.“

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Gilt aktuell ein Alkoholverbot auf den Straßen?

Nein. Hierzu liefert aktuell weder die Corona-Verordnung noch das Polizeigesetz eine Ermächtigungsgrundlage. Solange die Alarmstufe I gilt, kann die Stadt dies aus Gründen des Infektionsschutzes nicht erlassen. Allerdings wird es am „Schmotzigen“ ein Glasverbot in der Innenstadt geben.

Ist Straßenverkauf erlaubt?

„Es kommt darauf an, was genau gemeint ist“, so Stadtsprecher Rügert. Es würden nur einzelne mobile Verpflegungsstände straßenrechtlich genehmigt; eine gaststättenrechtliche Gestattung zum Alkoholausschank wird aber nicht erteilt.

Vorhandene Außenverkaufsschalter der Gastronomie oder vom Einzelhandel (z.B. Bäcker, Metzger) dürfen grundsätzlich auch betrieben werden.

Gibt es bereits angemeldete Veranstaltungen?

„Aktuell liegen hier noch keine Anträge für Fasnachtsveranstaltungen im öffentlichen Raum, in einem abgegrenzten Areal mit Nachweiskontrollen, für die kommende Fasnachtszeit vor“, so Rügert. Für die veranstaltenden Narrenzünfte bedeute die Planung und Durchführung von Brauchtumsfesten unter Coronabedingungen gleichwohl einen ungleich höheren Aufwand als zu „normalen“ Zeiten.

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Einige Wirte haben einen Brief an die Stadt geschrieben mit der Bitte um Klärung darüber, was erlaubt ist und was nicht zur besseren Planbarkeit. Wurde dieser inzwischen beantwortet?

„Der Brief enthielt Fragen zu Sperrzeiten, ob Gäste in den Lokalen stehen dürfen, Gäste pro Quadratmeter usw.“ Der Brief sei inzwischen beantwortet. Es gelte weiterhin die Corona-Verordnung des Landes.

Es gilt die Warnstufe

Seit Mittwoch, 23. Februar, gilt in BW wieder die Warnstufe. Details dazu im unten verlinkten Artikel. Dieser ist aktualisiert.

Stand: 8. Februar 2022

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