Stereolites, „Epi and Friends“, Franz Schüssele und Dorle Ferbers Wilde Welten Trio: Das sind die vier Musiker und Ensembles, die am Samstag, 20. August, die Besucher im Stadtgarten in Pfullendorf verzaubern wollen. Dabei gilt das Motto „umsonst und draußen“, was so viel bedeutet, dass das Festival keinen Eintritt kostet und unter freiem Himmel stattfindet.

Stereolites

Los geht es um 17 Uhr mit der Gruppe Stereolites. Dabei rückt vor allem die tiefe Stimme von Sängerin Anna Sonne in den Mittelpunkt. Zusammen mit ihrem Mann Jojo Büld macht sie Musik, die ankommt. Ihre Lieder sind eindringlich, romantisch, zärtlich, rockig und funkig. Beide sind exzellente Musiker, die souverän zwischen Tasteninstrument, Violine, Gitarre und Percussions wechseln und effektvolle Klangfarben in die Akustik des Raumes zeichnen.

Dorle Ferbers Wilde Welten Trio wird beim Festival „Umsonst & Draußen“ in Pfullendorf spielen. Bilder: Veranstalter
Dorle Ferbers Wilde Welten Trio wird beim Festival „Umsonst & Draußen“ in Pfullendorf spielen. Bilder: Veranstalter Bild: Veranstalter

Charmant und spontan sprechen sie sich auf der Bühne ab, spielen mit den Emotionen und der Stimmung. Immer wieder binden die beiden Musiker das Publikum als Resonanzkörper mit ein und zaubern den chaotischen „Indian Trafic“ einer Stadt wie Mumbai herbei. Sie besingen zarte Erinnerungen und widmen ein Lied sogar allen Kindern.

Epi heißt eigentlich Enkhjargal Dandarvaanchig und kommt aus der Mongolei.
Epi heißt eigentlich Enkhjargal Dandarvaanchig und kommt aus der Mongolei. Bild: Veranstalter

Epi and Friends

Anschließend steht das Ensemble „Epi and Friends“ auf der Bühne. Enkhjargal Dandarvaanchig – kurz Epi – ist ein wahres Stimmwunder aus der Mongolei. Er liebt es mit seinem Spiel auf dem Instrument „Morin Hoor“ und der Perfektion seines Gesanges mit Unter- und Oberton, seine traditionellen Wurzeln mit moderner, westlich geprägter Musik und Improvisation zu verschmelzen. Epi studierte am Musik-Konservatorium in Ulaanbaatar. Er spielte schon im mongolischen Fernsehen und tourte mit verschiedenen Staatsensembles durch Europa.

Franz Schüssele

Der Multi-Instrumentalist Franz Schüssele ist als Grenzgänger zwischen Klassik, Jazz, Volks- und Weltmusik international als Solist mit Alphorn, aber auch mit archaischen Naturton- und historischen Instrumenten unterwegs. Dazu zählen unter anderem Serpent, Lure, Carnyx, Trumscheit und weiteren Musikwerkzeugen Als Solist und mit seiner Musikgruppe ,,Gälfiäßler“ steht Franz Schüssele seit mehr als 35 Jahren auf der Bühne und ist regelmäßig in Fernsehen und Hörfunk zu Gast.

Franz Schüssele ist ein absoluter Multi-Instrumentalist.
Franz Schüssele ist ein absoluter Multi-Instrumentalist. Bild: Veranstalter

Dorle Ferber

Zum Abschluss des Tages spielt „Dorle Ferbers Wilde Welten Trio“. Dabei übernimmt Dorle Ferber Stimme, Violine, Kompositionen. Kolja Legde wird am Kontrabass sein und Andieh Merk spielt Saxophon, Flöten und Percussion. Dieses Trio fasziniert durch seine außergewöhnliche Besetzung und hat eine Fülle an Klängen und Farben im musikalischen Gepäck. Die Lieder aus der Feder von Dorle Ferber erzählen Geschichten aus der Kindheit, vom Großstadtdschungel, von Wasserwesen und Wäldern, dem Wunsch nach besseren Zeiten für alle, den Wirren des Alltags, von Ängsten, Mut und Aufbruchstimmung.

Nicht fehlen darf der virtuos und erdig gespielte Kontrabass, eine ausdrucksstarke und wandlungsfähige Stimme und dazu das einfühlsame und prägnante Spiel von Saxophon, Flöte und Percussion. Das Gesamtkunstwerk lädt dann ein zum Träumen, Mitgrooven und Tanzen. Poetisch, virtuos und oft auch spontan werden sämtliche Zwischenbereiche von Jazz, Groove, Chanson, Folk und Poesie durchwandert. Im Zusammenspiel entsteht eine einzigartige faszinierende Klangwelt voller Spannung und gleichzeitig volle Kanne im sommerlichen Hier und Jetzt.

Die Musiker im Trio

Kontrabassist Kolja Legde ist Absolvent des renommierten Berliner Jazz-Institut, spielt im Gypsy-Jazz-Trio „Die Drahtzieher“ und ist involviert in zahlreiche Projekte in Klassik, Pop, Jazz. Andieh Merk ist Saxophonist, Flötist, Multi-Instrumentalist aus dem Allgäu und seit vielen Jahren ein gefragter Musiker in Jazz und Improvisation. Er spielte am Burgtheater, auf Jazzfestivals in Weimar, Leverkusen und wird hoch geschätzt für sein poetisch-magisches Spiel. Dorle Ferber verleiht dem Trio die Stimme und spielt Violine. Sie spielte nach dem Musikstudium in zahlreichen Bands, bei Theatern und im Studio unter anderem bei Zyma, Zauberfinger, Cochise und Elster Silberflug. In den vergangenen Jahren war sie sowohl als Solistin auf vielen Bühnen bis Schweden, Frankreich und Indonesien unterwegs und in zahlreiche Projekte eingebunden.