Das Pfahlbaumuseum Unteruhldingen feiert in diesem Jahr seinen 100. Geburtstag. Im Jubiläumsjahr werden im ältesten archäologischen Freilichtmuseum Deutschlands eine ganze Reihe von Veranstaltungen und Aktionen angeboten. Bereits am 1. April wurden die ersten beiden Häuser von 1922 wieder eröffnet – mit begleitender Sonderausstellung zu den Museumsgründern.

Willkommen im Alltag eines Pfahlbauers

Doch damit hört der wissenswerte Spaß nicht auf: In den Pfingstferien vom 5. bis 19. Juni kommt Steinzeitmann Uhldi zwei Wochen lang ins Freilichtmuseum, um den Alltag der Pfahlbauer anschaulich darzustellen. Den Start am 5. Juni macht ein Archäologe der Pfahlbauten, der als Uhldi über die Mode und Kleidung von damals berichtet.

Jean Loup Ringot zeigt, wie man früher Feuer gemacht hat.
Jean Loup Ringot zeigt, wie man früher Feuer gemacht hat. Bild: Pfahlbaumuseum/Reiner Jäckle

Fischfang, Schmuckherstellung und Co.

Bei Rudi Walter alias Uhldi dreht sich vom 6. bis 12. Juni alles um das Thema „Steinzeit – Wissen“. Allein sein Outfit beeindruckt: Die Kleidung ist aus Leinen und der Hut aus dem Bast des Lindenbaums – natürlich alles selbst gemacht.

Wenn es nach Feuer riecht und rote Farbe das Gesicht sowie die Haare färbt, dann ist er ganz in seinem Element. Es wird gejagt und gekocht wie in der Steinzeit – garniert mit jeder Menge handfester Informationen zu den Themen Fischfang, Schmuckherstellung und Stein.

Wer „Uhldi“ alias Rudolf Walter einmal erlebt hat, der weiß, dass er das ganze Steinzeit-Wissen in seinen interaktiven Vorführungen in die Gegenwart holt, so das Freilichtmuseum.

Großer Erfindergeist und brennende Feuer

Warum lebten die Menschen damals auf Pfählen? Wie schützen sie sich vor schlechtem Wetter und wer hat das erste Rad erfunden? Jean-Loup Ringot erklärt als „Uhldi“ die Steinzeit vom 13. bis 19. Juni und stellt den großen Erfindergeist der Steinzeit auf eindrucksvolle Art und Weise unter Beweis. Mit Instrumenten wie sie die Pfahlbauer benutzten erzeugt er Geräusche, die dem Singen der Vögel, dem Quaken der Frösche und sogar dem Rauschen des Windes nahekommen. Außerdem: Auf mehr als ein Dutzend Arten demonstriert er auf pfiffige Art und Weise die Kunst des Feuermachens.