Pointiert, überspitzt und satirisch: Zwei der besten Vertreter der Lesebühnenszene, Katinka Buddenkotte und Paul Bokowski, sind bereit, den Lesebühnen-Kult auch in der Alten Fabrik zu etablieren. Wer bei „Lesung“ allerdings an vorprogrammierte Langeweile denkt, wird sich gewaltig irren, denn seit etwa 30 Jahren beweisen Lesebühnen etwas ganz anderes.

Das Format wurde in Berlin gegründet, populär gemacht und ist aus dem Kulturprogramm von Volksbühne, Grips Theater oder Kulturbrauerei nicht mehr wegzudenken. Katinka Buddenkotte und Paul Bokowski, die sich auch bereits im Fabrik Kabarett Klub für Zugaben empfohlen haben, sind bereit, den Lesebühnen-Kult auch am Bodensee zu etablieren.

Der Autor Paul Bokowski gehört zur Speerspitze der Lesebühnen-Szene in Berlin.
Der Autor Paul Bokowski gehört zur Speerspitze der Lesebühnen-Szene in Berlin. Bild: Jan Kopetzky

Die Protagonisten

Paul Bokowski gehört seit vielen Jahren zur Speerspitze der Lesebühnenszene. Der Autor ist Gründungsmitglied der Berliner Lesebühne „Fuchs & Söhne“ und Redakteur des Satiremagazins „Salbader“. Sein Kurzgeschichtendebüt „Hauptsache nichts mit Menschen“ erscheint mittlerweile in der sechsten Auflage. Nach seinem Folgeband „Alleine ist man weniger zusammen“ erschien sein dritter Geschichtenband: „Bitte nehmen Sie meine Hand da weg“.

Die Welt ist verrückt, das Leben kompliziert und der Kaffee schmeckt auch irgendwie komisch. Wer jetzt noch hofft, dass ein niedliches Einhorn kommen wird, um uns zu retten, liegt knapp daneben. Stattdessen übernimmt Katinka Buddenkotte diesen Job. Die Bestseller-Autorin und Kabarettistin gibt wertvolle Tipps gegen Selbstoptimierung, Kleidergrößenwahn und Ziermöbel. Und wenn Katinka Buddenkotte gerade keine Romane verfasst oder mit ihrem Solo-Programm durch die Lande tourt, verfasst sie Kolumnen für taz und das Magazin Titanic und schreibt „Sträters Männerhaushalt“.