Viele Menschen waren total überrascht, als es am Dienstag plötzlich tagsüber so dunkel wurde, dass sie im Büro die Lichter anmachen mussten. Außerdem war die gesamte Region in ein auffällig gelbes Licht getaucht, das es so nur ganz selten gibt. Irgendwie hatte man das Gefühl, in die Anfänge des Farbfilms zurückversetzt zu sein, als viele Bilder mit Sepia versetzt wurden.

Schloss Salem mit Münster.
Schloss Salem mit Münster. Bild: Jäckle, Reiner

Die Erklärung ist allerdings ganz einfach: Es sind Südwestwinde, die momentan Staub aus der Sahara bis zu uns tragen. In Nordafrika gibt es um diese Jahreszeit immer wieder starken Wind. Dieser wirbelt Staubkörnchen auf, die bis in die ganz hohen Luftschichten aufsteigen.

Ein Storch startet am Affenberg vom Dach des Hofgutes. Im Hintergrund ist die Wolke mit Saharastaub zu sehen.
Ein Storch startet am Affenberg vom Dach des Hofgutes. Im Hintergrund ist die Wolke mit Saharastaub zu sehen. Bild: Jäckle, Reiner

Im aktuellen Fall ist das in der Wüste Tunesiens und Libyens. Diese Sandstürme und die südwestlichen Luftströmungen sind dafür verantwortlich, das diese Körnchen über die Balearen und die Alpen bis zu uns gelangen. Wetterexperten sprechen davon, dass es das wohl stärkste Wüstenstaub-Ereignis seit 2004 ist.

Das Überlinger Münster im Saharastaub.
Das Überlinger Münster im Saharastaub. Bild: Jäckle, Reiner

Das Ganze soll bis am Freitag dauern. Ob das allerdings so extrem bei uns zu sehen sein wird, ist fraglich. Was dabei entstehen kann, sind außerordentliche Abendrote und vor allem extrem sandige Autos, die über Nacht draußen stehen. Ganz wichtig ist natürlich, dass durch dieses Wetterphänomen keine Gesundheitsgefahr ausgeht.

Schloss Heiligenberg im Saharastaub.
Schloss Heiligenberg im Saharastaub. Bild: Jäckle, Reiner

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