Auch in diesem Jahr wird das Corona-Virus die Menschen in Deutschland und auf der ganzen Welt beschäftigen. Die Hoffnung ist groß, dass die Entwicklung dahin geht, dass man immer besser mit den Infektionen umzugehen versteht. Aktuell hält die Variante Omikron die Gesellschaft in Atem. Die Anzahl der Infektionen hat sich momentan auf einem konstant hohen Niveau eingependelt. Die Landkreise Bodenseekreis und Sigmaringen liegen beide leicht über dem bundesdeutschen Durchschnitt.

Großteil lässt sich impfen

Da die Ausbreitung der neuen Variante deutlich schneller ist als bislang, lassen sich aktuell sehr viele Menschen boostern, also zum dritten Mal impfen. Es kommen aber auch immer wieder Personen, die sich die erste Impfung abholen. Auch wenn es immer wieder unentwegte Impfgegner gibt, die vor den Rathäusern der Region stehen und offiziell „Spaziergänge“ organisieren, versucht der Großteil der Gesellschaft gemeinsam und vor allem lautlos gegen das Corona-Virus anzukämpfen.

Aktuell wird die Booster-Impfung dringend empfohlen. Damit gibt es einen größeren Schutz vor einer Infektion, aber keinesfalls einen kompletten. Das primäre Ziel einer Impfung besteht nicht darin, sich vor einer Infektion zu schützen, sondern vor allem vor einem schweren Verlauf und der Einweisung auf eine Intensivstation. Deshalb ist eine Beachtung der bisherigen Hygienemaßnahmen auch für Geimpfte wichtig.

Impftermine für Kinder

Das Thema „Impfen“ beschäftigt mittlerweile auch immer mehr Eltern, denn die Ständige Impfkommission „Stiko“ empfiehlt mittlerweile das Impfen von Kindern ab fünf Jahren, vor allem diejenigen, die Risikofaktoren eines schweren Covid-19-Verlauf haben. Es können aber auch gesunde Kinder geimpft werden. Im Landkreis Sigmaringen gibt es bereits die Möglichkeit, der Bodenseekreis möchte bis Mitte Januar mit einem Angebot nachziehen. Viele Kinderärzte, die ebenfalls impfen, berichten, dass sie bereits eine lange Warteliste haben. Das Problem: Es gibt noch nicht genügend Impfstoff.

Bei den Kindern ist der Ablauf etwas anders, denn sowohl die Aufbereitung der Impfdosen als auch die Beratungsgespräche unterscheiden sich vom bisher bekannten Prozedere. Dies ist für die Verantwortlichen im Bodenseekreis der Grund, warum zunächst in den Kinderarztpraxen angefangen werden soll, die Fünf- bis Elfjährigen zu impfen. Im Landkreis Sigmaringen geht man einen etwas anderen Weg. Dort gibt es am Freitag, 7. Januar, und Samstag, 8. Januar, eine Sonderaktion am Impfstützpunkt Sigmaringen. Allerdings sind diese Termine innerhalb von nur wenigen Tagen bereits ausgebucht gewesen.

Viele Möglichkeiten

Für alle ab zwölf Jahren gibt es fast täglich die Möglichkeit, sich kostenlos und ohne Anmeldung impfen zu lassen (siehe Infokasten). Dabei werden Erst-, Zweit- und Drittimpfungen angeboten. Verwendet werden für das Boostern die Impfstoffe Moderna und Biontech. Für Erstimpfungen wird auch Johnson & Johnson angeboten. Die Impfstoffe werden nach den aktuellen Vorgaben und Verfügbarkeit eingesetzt. Vor Ort gibt es jeweils die Möglichkeit eines ärztlichen Beratungsgespräches.

Vorbereitung auf die Spritze

Wer sich impfen lassen möchte, sollte neben dem Impfpass und den Nachweisen von eventuellen Vorimpfungen beim Boostern auch den Personalausweis oder Pass sowie die Krankenversichertenkarte mitbringen. Wer sich noch intensiver vorbereiten möchte, kann auch einen ausgefüllten Anamnese- und Einwilligungsbogen mitbringen. Diese gibt es auf der Internetseite des Robert-Koch-Institutes zum Download.