Es war 1989, als die Familie Burkert von der gleichnamigen Schreinerei Glaserei ihre Tanne zum ersten Mal mit einer Lichterkette schmückte. Damals stieg Heinz Burkert, der den Baum 13 Jahre zuvor gepflanzt hatte, auf eine Bockleiter und machte eine Lichterkette an ihm fest. „Er steht direkt an der Straße, dass es sich einfach anbot, ihn zu beleuchten“, erinnert er sich. „Damals war der Baum etwa drei Meter hoch und es reichte eine elektrische Lichterkette mit Stabkerzen.

Video: Jäckle, Reiner

Schmücken mit Hebebühne

Das Schmücken hat sich 33 Jahre später natürlich deutlich erschwert. Mittlerweile misst der Baum stolze 20 Meter und anstatt einer Bockleiter ist ein Steiger notwendig, um an die Spitze zu kommen. Aus der Lichterkette mit Stabkerzen sind in der Zwischenzeit sieben Lichternetze mit ungefähr 1600 LED-Lichtpunkten geworden, die schon unzählige Male erweitert wurde, da der Baum immer größer und breiter geworden ist. Zum Aufbauen benötigt es heute ein ganzes Team. Neben Inhaber Markus Burkert und Senior-Chef Heinz Burkert helfen jedes Jahr Matthias Sulger und Axel Hildenbrand.

So sieht einer der beeindruckendsten beleuchteten Bäume in der Region bei der Schreinerei und Glaserei Burkert in Oberuhldingen aus.
So sieht einer der beeindruckendsten beleuchteten Bäume in der Region bei der Schreinerei und Glaserei Burkert in Oberuhldingen aus. Bild: Jäckle, Reiner

„Wir sind ein eingespieltes Team und es geht fast jedes Jahr schneller“, erzählt Markus Burkert. Dabei steuert er den Steiger und fährt auf knapp 20 Meter hoch. „Wir brauchen zwischen zwei und drei Stunden, dann hängt alles.“ Das Trio am Boden wickelt indes die auf Latten aufgerollten Lichternetze ab. Dann werden sie an der Spitze an den Ästen verknotet und schließlich miteinander verbunden, so dass alle Äste von den Lichternetzen gleichmäßig umgeben sind.

Video: Jäckle, Reiner

Oberuhldinger Wahrzeichen

„Der Baum ist in der Zwischenzeit so etwas wie ein Wahrzeichen geworden“, erklärt Markus Burkert. „Deshalb haben wir die Lichttechnik auch immer weiterentwickelt.“ Was 1989 zunächst eine Lichterkette mit Stabkerzen war, wurde kurz nach der Jahrtausendwende zu etwa 25 Lichterketten, die senkrecht nach unten hingen. 2011 gab es zum ersten Mal Lichternetze an der Tanne. Zunächst waren es sechs – ein Jahr später schon sieben. In der Zwischenzeit wurden sie mehrfach verlängert und erweitert.

Heinz Burkert, Matthias Sulger und Axel Hildenbrand (vorne von links) wickeln die Lichtnetze auf und Markus Burkert knotet das obere Teil an den Steiger.
Heinz Burkert, Matthias Sulger und Axel Hildenbrand (vorne von links) wickeln die Lichtnetze auf und Markus Burkert knotet das obere Teil an den Steiger. Bild: Jäckle, Reiner

Energiekrise kein Thema

Dieses Jahr gab es vor dem Aufbau ein unerwartetes Diskussionsthema: die gestiegenen Energiekosten. „Ich wurde darauf angesprochen, ob wir den Baum trotzdem beleuchten werden“, erzählt Marion Burkert. „Für uns gab es da gar keine Frage, zumal das eh alles LEDs sind, die einen deutlich geringeren Stromverbrauch haben.“

Viel positive Resonanz

„Wir bekommen so viel positive Resonanz auf unseren Baum, dass alleine das schon Grund genug ist, dies jedes Jahr beizubehalten“, so Marion Burkert. „Erst neulich schrieb wieder eine wildfremde Person, dass sie sich schon jetzt wieder auf den wunderschönen Baum freue.“ Außerdem würden immer wieder Autos in den Hof der Schreinerei Glaserei Burkert fahren, um den eindrucksvollen Weihnachtsbaum zu fotografieren.

Genau deshalb wird ab Sonntag, 27. November, den 1. Advent, eines der weihnachtlichen Wahrzeichen der Gemeinde wieder jeden Abend leuchten. Bis zum 6. Januar hat man dann die Möglichkeit, den Baum vor Ort zu bestaunen.