Zum Auftakt der Saison gab es im Heimspiel eine extrem knappe 2:3-Niederlage gegen den TSV Mühldorf. Diese wollte der TSV Mimmenhausen auf jeden Fall wieder wettmachen. Doch daraus wurde nichts, denn das Team von Spielertrainer Christian Pampel unterlag erneut 2:3 – und das wieder mit 13:15 im entscheidenden Tie Break.

Fehlentscheidung

Und dennoch gab es einen Unterschied zum Hinspiel, denn dieses Mal war es der Schiedsrichter, der die Partie mit einer Fehlentscheidung beendete. Im fünften Satz führten die Gastgeber bereits mit 13:9, doch Mimmenhausen kämpfte sich noch einmal auf 13:14 heran. Dann kam ein Pfiff, der Mühldorf zum Jubeln und die Gäste schier zum Verzweifeln brachte, denn der Libero der Hausherren spielte den Ball im Vorderfeld zu. Die Folge: Eigentlich darf der Angreifer dann den Ball nur unterhalb der Netzkante ins andere Feld spielen. Der Mühldorfer Angreifer versenkte den Ball aber mit einem harten Angriff im Feld der Mimmenhausener.

Bekam ein Extralob des Trainers im Spiel in Mühldorf: Lukas Alexander Ott im Trikot des TSV Mimmenhausen.
Bekam ein Extralob des Trainers im Spiel in Mühldorf: Lukas Alexander Ott im Trikot des TSV Mimmenhausen. Bild: Jäckle, Reiner

Frustration

Natürlich waren die Gästespieler zunächst äußerst frustriert, denn mit einem möglichen Ausgleich hätten sie den berühmten psychologischen Vorteil gehabt. Doch Christian Pampel zeigte sich als fairer Verlierer: „Wir diskutieren nicht lange mit dem Unparteiischen“, sagt er. „Zumal er sich nach dem Spiel für diese Fehlentscheidung entschuldigt hat.“

In den ersten vier Sätzen wog das Spiel hin und her. Zunächst ging Mimmenhausen mit 25:20 in Führung, die Mühldorf mit einem 25:18 ausglich. Die Gastgeber hatten nach einem 25:21 dann sogar die Chance auf drei Punkte, was die Gäste mit einem 25:22 zunichte machten. Und dann folgte der besagte Tie Break, den Mühldorf mit 15:13 für sich entscheiden konnte.

Der Spielertrainer des TSV Mimmenhausen, Christian Pampel, kann mit der Niederlage in Mühldorf leben.
Der Spielertrainer des TSV Mimmenhausen, Christian Pampel, kann mit der Niederlage in Mühldorf leben. Bild: Fischer, Eugen

Trainer mit Sonderlob

Trotz der widrigen Umstände bei den Mimmenhausenern haben die Gäste laut Traineraussage „gut gespielt“. Lukas Alexander Ott auf der Diagonalposition und Außenangreifer Tim Frings bekamen ein Sonderlob, obwohl sie sich erst noch an ihre neuen Rollen gewöhnen müssen. Und zum Ergebnis sagte Christian Pampel in aller Deutlichkeit: „Schwamm drüber! Das tut uns nicht weh. Damit kann ich leben.“

Verstärkung für Mühldorf

Diese Aussage kam wohl auch deshalb zustande, weil sich Mühldorf im Vergleich zum Hinspiel klar verstärkt hatte. Mit Mittelblocker Paul Gehringer und Diagonalangreifer Juro Petrusic waren zwei ehemalige Unterhachinger auf dem Feld, die deshalb in Mühldorf spielten, weil Unterhaching die Saison Mitte Februar beendete und das Duo an den Inn wechselte. Beide hatten letztlich einen ordentlichen Anteil am knappen Erfolg für Mühldorf.

Mammutprogramm

Der Blick beim TSV Mimmenhausen geht nach der unglücklichen Niederlage dennoch nach vorne. Und das ist auch notwendig, denn durch die vielen Spielausfälle wegen Corona stehen für die Akteure von Christian Pampel nun sechs Spiele in zweieinhalb Wochen auf dem Programm. Es geht bereits am heutigen Mittwoch mit dem Derby bei den Volley YoungStars Friedrichshafen los. Um 20 Uhr geht es in der Messehalle B4 auf dem Messegelände Friedrichshafen für die TSV‘ler darum, ihrer Favoritenstellung gerecht zu werden. Mit einem klaren Sieg könnte Mimmenhausen wieder etwas Luft zwischen sich und dem Tabellenmittelfeld legen. Am Sonntag empfängt der TSV dann um 16 Uhr Kriftel zum nächsten Heimspiel.