Was wäre Halloween ohne die gruseligen Kürbisköpfe? Sicherlich nur halb so schön. Und noch mehr Spaß macht es, die Kürbisse mit den Kindern auszuhöhlen und danach die Gesichter hineinzuschnitzen. Nicht selten dauert die Wahl des Gesichtes oder der Grimasse genauso lang wie das Aushöhlen an sich. Hier gibt es ein paar praktische Tipps, wie das Ganze kinderleicht gemacht werden kann.

Bild: Reiner Jäckle

Natürlich spielt die Wahl des Kürbisses eine Rolle. In der Regel ist es so, dass, je größer er ist, umso einfach man das Fruchtfleisch herausbekommt. Zunächst solle man sich entscheiden, wie der Kürbis später stehen soll und wo vorne ist. Dann muss der Deckel geöffnet werden. Hierzu bietet sich ein Messer mit einer Klinge an, die so groß ist wie der Radius des Kürbisses. Beim Einschneiden sollte der Schnitt schräg in Richtung Mitte angesetzt werden, damit der Deckel später nicht in den Kürbis fliegt.

Das Aushöhlen

Wenn der Deckel abgehoben ist, sollten die Kerne und das Innere abgeschnitten werden. Der Rest kann von Hand herausgeholt werden. Natürlich sollte auch die Dicke der Wand des Kürbisses etwas verringert werden, denn dann kann man deutlich einfach ein Gesicht schnitzen. Zwei bis drei Zentimeter wären optimal. Zum Aushöhlen kann ein Esslöffel genommen werden. Noch besser eignet sich ein Eislöffel. Damit kann man das Fleisch des Kürbisses hervorragend ausschaben.

Das Schnitzen

Dann beginnt die Filigranarbeit: Nun muss man sich entscheiden, wie das Gesicht aussehen soll. Entweder man malt es auf den Kürbis oder man kann Vorlagen aus dem Internet ausdrucken. Bevor man die Konturen ausschneidet, vor allem wenn es viele Ecken gibt, eignet es sich, die Kontur vorzustecken mit Stecknadeln und Reißnägel. Je enger, umso einfacher ist das Schnitzen. Hierzu eignet sich ein scharfes Messer mit einer kleineren Klinge.

Bild: Reiner Jäckle

Wenn der Kürbis fertig ist, ist die Freude in der Regel recht groß. Allerdings hält diese Freude oft nicht lange an, denn nach nur wenigen Tagen schimmelt er oder fällt zusammen. Hier gibt es ein paar Tricks, wie die Haltbarkeit deutlich verlängert wird. Eine Option ist, den Kürbis vor dem Schnitzen gründlich waschen – selbst mit Seifenlauge. So wird verhindert, dass Mikroorganismen in den Kürbis gelangen und ihn zersetzen.

Haltbar machen

Noch effektiver ist ein Schutzspray, den man selbst zusammenmischen kann. Einfach 100 ml Wasserstoffperoxid, 100 ml Wasser und etwa 20 Tropfen Zitronenöl mischen und in eine Sprühflasche geben. Den fertigen Kürbis dann gründlich von innen einsprühen. Auch die Schnitzflächen nicht vergessen. Wer es noch einfacher haben möchte, kann auch Acryllack oder Haarspray verwenden.

Bild: Jäckle, Reiner

Ein weiterer Trick ist allerdings eher für kleinere Kürbisse gedacht. Man mischt Wasser und Zitronensaft im Verhältnis eins zu eins. Die Flüssigkeit gibt man in einen Einer, in den der ganze Kürbis hineinpasst. Der fertig ausgehöhlte und geschnitzte Kürbis wird dann in die Flüssigkeit getaucht und etwa eine halbe Stunde ziehen gelassen. So werden die übrig gebliebenen Organismen zerstört und der Kürbis hält deutlich länger. Diese Methode funktioniert auch mit verdünnter Bleiche. Damit halten die Fratzen, Grimassen und Kürbisgesichter auf jeden Fall weit über Halloween hinaus.