Innerhalb von nur einer Woche wurde das ehemalige Impfzentrum auf dem Messegelände Friedrichshafen reaktiviert und heißt jetzt Impf-Stützpunkt. Nachdem das Sozialministerium den Landkreisen die Verantwortung übertragen hat, wurde umgehend Kontakt zur Messe aufgenommen, berichtet Landrat Lothar Wölfle. Innerhalb kürzester Zeit wurde die Logistik, die es im Rahmen des Impfzentrums gab, „wieder hochgefahren“.

Seit Montag wird geboostert

Am Montag ging der Betrieb los und die ersten Bürgerinnen und Bürger konnten sich boostern oder impfen lassen. „Der Knackpunkt ist aktuell ganz klar die Beschaffung von Impfstoff“, betont der Landrat. Aktuell würden 250 Impfungen am Tag nach vorheriger Terminabsprache verabreicht. Der Plan sei, dass man diese Kapazität innerhalb der kommenden Woche noch aufstocken kann.

Freuen sich, dass innerhalb von einer Woche der Impf-Stützpunkt realisiert werden konnte (von links): Landrat Lothar Wölfle, Dr. Karl Josef Rosenstock von der Kassenärztlichen Vereinigung und Messechef Klaus Wellmann.
Freuen sich, dass innerhalb von einer Woche der Impf-Stützpunkt realisiert werden konnte (von links): Landrat Lothar Wölfle, Dr. Karl Josef Rosenstock von der Kassenärztlichen Vereinigung und Messechef Klaus Wellmann. Bild: Jäckle, Reiner

„Wir freuen uns, dass wir zur Umsetzung der Durchimpfung im Landkreis beitragen können“, sagte Messechef Klaus Wellmann beim Pressetermin. „Ganz nebenbei haben unsere Mitarbeiter dadurch eine Beschäftigung und müssen deutlich weniger in Kurzarbeit.“ Außerdem hoffe er, dass durch solche Aktionen, wie auch die Mobilen Impfteams, es möglich sein wird, auch im kommenden Jahr wieder Messen zu veranstalten.

Schnelle Organisation

Durch die schnelle Organisation der Registrierung, des Personals und der Impfstoffbeschaffung konnte der Impf-Stützpunkt innerhalb von nur einer Woche gestartet werden. Wobei bei den Mobilen Impfteams in Überlingen, Friedrichhafen und Tettnang es Vorab-Terminierung gibt, muss man sich in der Messe anmelden. Ziel der Terminierung ist es, dass die Bürgerinnen und Bürger vor Ort so wenig Wartezeit wie möglich haben. Aktuell sind die Termine auf etwa eine Woche ausgebucht. Die Termine werden etwa mit einer Woche Vorlauf online gestellt, so dass man sich recht kurzfristig anmelden kann.

Hier lässt sich Andreas Stürmer aus Daisendorf eine Erstimpfung mit Johnson & Johnson geben.
Hier lässt sich Andreas Stürmer aus Daisendorf eine Erstimpfung mit Johnson & Johnson geben. Bild: Jäckle, Reiner

Hoffen auf viele Impfwillige

Verimpft werden beim Boostern die Impfstoffe Biontech für die unter 30-Jährigen und Moderna für die über 30-Jährigen. Für Erstimpfungen steht zudem auch noch Johnson & Johnson“ zur Verfügung. „Wir hoffen, dass wir möglichst viele Menschen erreichen“, sagt Dr. Karl Josef Rosenstock von der Kassenärztlichen Vereinigung. „Es macht Sinn, sich fünf Monate nach der Zweitimpfung für eine Booster-Impfung anzumelden.“