Vor traumhaften Kulissen gibt Sven Einblicke in sein Liebesleben und lässt damit die Herzen höherschlagen. Denn es scheint so, als sei die Liebe des Protagonisten bedingungslos. Er liest jeden Wunsch von ihren Augen ab, küsst die Sehnsucht von sinnlichen Lippen. Er ist ein Traum, der mit dem Aufwachen zu verfliegen beginnt. Für kurze Zeit bleibt ein wenig der Sorglosigkeit zurück. Dann wird abgerechnet.

Sven ist ein Escort – und das aus Überzeugung. Er liebt seine Kundinnen und die Oberflächlichkeiten, mit denen er sie für ein paar Stunden verwöhnen darf. Er zählt zu den begehrtesten Angeboten der Escort-Agentur „Ease“. Das Geschäft mit der Liebe läuft. Für seine weiblichen Gäste wird jede Buchung zum einzigartigen Erlebnis. Alles läuft nach Plan, bis er zum Überraschungsgeschenk für die schüchterne Suse wird. Die für Sven so wichtige Distanz ist auf einmal dahin. Sie berührt ihn. Unfähig, mit der Situation umzugehen, ergreift der junge Mann die Flucht und landet direkt in den Armen der temperamentvollen Marcella. Sven ist mit seiner Situation überfordert. Wie das unverhoffte Rendezvous mit der Liebe ausgehen wird, wird an dieser Stelle natürlich nicht verraten.

Der Autor Achim Herrmann alias Isabella Anders.
Der Autor Achim Herrmann alias Isabella Anders. Bild: Joel Chrio

Der Autor

Hinter dem Pseudonym Isabella Anders verbirgt sich der Schriftsteller Achim Herrmann vom Bodensee. Er arbeitet für das Südkurier Medienhaus. Amouröse Begegnungen, kalt gestellte Gefühle und eigene Träume inspirierten ihn zu dem Roman „Bleibst du für immer?“. Alles begann mit Laura. Eine chaotische, widersprüchliche Frau, die er unverhofft in Andalusien traf. Er bringt die ersten Erlebnisse mit ihr zu Papier – zunächst nur als persönliche Gute-Nacht-Geschichten für Laura. Aber sie gab die Texte an einen Verleger weiter. Dieser interessierte sich für die komplette Geschichte, die jedoch eine unerwartete Wendung nahm: Das Leben des Autors hat sich, nach der Liaison mit Laura, niemals wieder so angefühlt wie zuvor.

Bild: Gmeiner Verlag

Damit beruht der überwiegende Teil dieser Bodensee-Romanze auf wahren Begebenheiten. Auch wenn es immer noch ein Roman bleibt, der an der einen und anderen Stelle zum Märchen wird. Der Roman lag jahrelang in der Schublade von Achim Herrmann. „Als Corona seit 2020 das Leben stiller machte, habe ich damit begonnen, das Ende zu schreiben“, erzählt er. Zunächst sollte der Autor durch das Autoren-Pseudonym geschützt werden. Doch nach den ersten überaus positiven Rückmeldungen entschied sich Achim Herrmann, offensiv mit seiner Geschichte umzugehen. „So ein Seelenstriptease ist nicht einfach“, gesteht er. „Aber es fühlt sich gut und vor allem richtig an.“