Das Keramiker-Gen hat Bettina Güttinger vererbt bekommen. In Isny betreibt sie eine kleine Töpferei bereits in der vierten Generation. Allerdings ist die 54-Jährige mittlerweile deutlich mehr mit Organisieren als mit Töpfern beschäftigt, denn sie bietet Töpfermärkte im Allgäu, in Vorarlberg und in der Bodenseeregion an. Viele Gemeinden nutzen ihr Talent und holen über sie gleich einen ganzen Markt in ihre Region.

So hat alles angefangen

„Als ich auf der Keramiker-Schule war, habe ich mal gesehen, dass es so etwas wie Töpfermärkte gibt“, erinnert sich Bettina Güttinger. „Ich fand die Idee echt super, vor allem, weil man so zu den Kunden kommt und nicht auf sie warten muss und hofft, dass man einen sieht.“ Da entstand die Idee, einmal selbst so einen Töpfermarkt auf die Beine zu stellen.“

Gesagt – getan! 1989 organisierte die Keramikerin ihren ersten Töpfermarkt – in ihrer Heimatstadt Isny natürlich. Damals waren bereits 40 Aussteller mit dabei. „Die Premiere war ein voller Erfolg, so dass ich dabei geblieben bin“, sagt Bettina Güttinger. Bis heute gibt es diesen Markt in Isny. Allerdings gibt es heute im Kurpark mehr als 80 Aussteller. Außerdem sind immer mehr Töpfer- und Kunsthandwerkermärkte dazugekommen. In diesem Jahr gibt es insgesamt 27 Veranstaltungen von Kempten über Lochau bis Sipplingen.

Bettina Güttinger mit ihrem Vater Karl, der bis heute fast täglich in der eigenen Töpferei tätig ist. BIld: Manuela Klaas
Bettina Güttinger mit ihrem Vater Karl, der bis heute fast täglich in der eigenen Töpferei tätig ist. BIld: Manuela Klaas Bild: Klaas

Nach Corona geht es weiter

Die Corona-Pandemie stoppte die Organisatorin nur zeitweilig. Bereits im vergangenen Jahr gab es einige Märkte unter besonderen Hygienebedingungen. Selbst in dieser Zeit waren genügend Aussteller dabei und die Veranstaltungen waren gut besucht. In diesem Jahr kann sich Bettina Güttinger über mangelnde Beteiligung von Ausstellern nicht beklagen: „Es gibt schon eine Warteliste. Die Märkte sind nach wie vor sehr beliebt“, sagt sie. Die bisherigen Veranstaltungen seien zudem gut besucht gewesen.

Kunstmarkt in Sipplingen

Deshalb freut sich die 54-Jährige auch besonders auf den Kunstmarkt in Sipplingen. „Es ist immer ein ganz besonderes Ambiente so direkt am Bodenseeufer“, sagt sie. „Es werden dieses Mal 35 Aussteller dabei sein, die ein breitgefächertes Angebot bieten werden.“ Und ein Konzept hat sie in all den Jahren nie geändert: Der Eintritt ist immer frei. So wird es auch in Sipplingen am Samstag, 11. Juni, und Sonntag, 12. Juni, sein. Der Markt hat am Samstag von 10 Uhr bis 18 Uhr und am Sonntag von 11 Uhr bis 17 Uhr geöffnet.