Am Mittwoch fand das Nachholspiel in Friedrichshafen statt. Dabei musste sich der TSV mächtig strecken, um überhaupt als Sieger vom Feld zu gehen. Nach einem verlorenen ersten Satz mit 26:28 kamen die Gäste besser ins Spiel und drehten die Partie mit 25:17 und 25:20. Der vierte Satz war dann eigentlich schon vorentschieden, als Friedrichshafen mit 18:12 führte, doch Mimmenhausen kämpfte sich nochmal heran und machte mit 25:23 den berühmten Sack zu.

Hoffnung gegen Kriftel

Da Kriftel, der TSV-Gegner am Sonntag, einen Tag zuvor in Friedrichshafen mit 0:3 unterlag, rechneten sich nicht wenige eine Chance gegen die Hessen aus. Allerdings wurde schnell klar, dass die Mimmenhausener einen rabenschwarzen Tag erwischten. „Unser Grundproblem lag in den Bereichen Aufschlag und Annahme“, resümierte ein sichtlich enttäuschter Spielertrainer Christian Pampel. „Es war sicherlich eines der schlechtesten Spiele der ganzen Saison.“

Grund zum Jubeln gab es gegen Kriftel nicht so häufig.
Grund zum Jubeln gab es gegen Kriftel nicht so häufig. Bild: Jäckle, Reiner

Kriftel spielte sich regelrecht in einen Rausch, wobei dies die Gastgeber auch scheinbar willenlos zuließen. Lediglich der Fanclub „Black Wall“ sorgte in der Halle noch für Stimmung. Auf dem Feld war ab Mitte des zweiten Satzes ein Aufbäumen kaum noch zu erkennen.

Ausgeglichener erster Satz

Im ersten Satz war es noch ein ausgeglichenes Spiel. Es herrschte Spannung bis zum Schluss. Auch wenn die Gastgeber keinen einzigen Satzball hatten, benötigte Kriftel gleich vier bis zum 28:26. Es war das identische Ergebnis wie vier Tage zuvor. Damals drehten die Mimmenhausener das Spiel noch. Am Sonntag klappte aber kaum noch etwas. Die Gäste aus Hessen standen in der Annahme extrem sicher und konnten nach Belieben den Angriff aufbauen. Die erfahrenen Spieler verstanden es, dies zu nutzen. Mit 25:20 baute Kriftel seine Führung aus.

Kein Aufbäumen

Einige hofften im dritten Durchgang noch auf ein Aufbäumen des TSV, aber da war der Wunsch der Vater des Gedankens, denn die Gäste machten den ersten Punkt und gaben die Führung danach auch nicht mehr aus den Händen. Über ein 10:6 war beim Stand von 21:13 die Vorentscheidung gefallen. Letztlich führte bemerkenswerterweise ein Aufschlagfehler der Hausherren zum 25:18 für Kriftel. Nach nur 73 Minuten entführten die Hessen drei Punkte aus Mimmenhausen. Aufseiten der Gastgeber wurde Zuspieler Federico Cippollone zum wertvollsten Spieler gekürt. Bei Kriftel bekam diese Auszeichnung ebenfalls der Zuspieler Tobias Thiel.

Die wertvollsten Spieler aus Mimmenhausen (rechts) und Kriftel.
Die wertvollsten Spieler aus Mimmenhausen (rechts) und Kriftel. Bild: Jäckle, Reiner

Angstgegner Kriftel?

Mit den drei Punkten aus der englischen Woche hat Mimmenhausen einen beruhigenden Abstand zum Mittelfeld erspielt. Um allerdings ganz oben noch einmal angreifen zu können, wäre ein Sieg gegen Kriftel Pflicht gewesen. Besonders bitter dabei: Der TSV hat in dieser Saison zwei Mal mit 0:3 gegen den TuS verloren.

Vier Auswärtsspiele

Nun stehen für den TSV Mimmenhausen in den kommenden zwei Wochen vier Auswärtsspiele auf dem Programm. Zunächst geht es am Samstag nach Gotha und am Sonntag nach Mainz-Gonsenheim. Eine Woche später spielt das Team von Spielertrainer Christian Pampel am Samstag in Leipzig und am Sonntag in Delitzsch.