Dramatischer hätte die Saison für den Bodensee Yacht Club Überlingen (BYCÜ) kaum verlaufen können. Da bestand nach einer durchwachsenen Runde beim Finale in Berlin am Wochenende tatsächlich noch Hoffnung auf den Klassenerhalt und dann fehlte am Ende ein einziges Pünktchen.

Spannung bis zuletzt

Bei der allerletzten Wettfahrt versuchte das Team um Steuermann Konstantin Steidle noch einmal alles, doch es hätte der Laufsieg sein müssen. Platz zwei war zwar ein sehr gutes Ergebnis, aber es war ein Platz zu weit hinten. Im Abschlussklassement lag der BYCÜ damit auf Platz zwölf und hätte mit einem Zähler weniger sogar Zehnter werden können.

Es ging auf dem Wannsee richtig zur Sache. Der SMCÜ hatte dabei immer wieder seine Probleme, schaffte aber locker den Klassenerhalt
Es ging auf dem Wannsee richtig zur Sache. Der SMCÜ hatte dabei immer wieder seine Probleme, schaffte aber locker den Klassenerhalt Bild: DSBL/Lars Wehrmann

„Es waren sehr schwere Bedingungen, bei denen wir uns gar nicht schlecht verkauft haben“, resümierte Teammanager Matthias Steidle. „Umso bitterer ist es natürlich, dass in Berlin ein Punkt in der Endabrechung zum Klassenerhalt gefehlt hat.“ Allerdings betonte er auch, dass es sicherlich nicht am Auftritt in Berlin lag, dass der BYCÜ nach dem Aufstieg sofort wieder in die 2. Bundesliga muss.

Es fehlte die Konstanz

„Uns hat insgesamt einfach die Konstanz gefehlt“, so Matthias Steidle. „Fast an jedem Bundesliga-Spieltag gab es eine Phase, in der wir einfach zu viele Punkte bekommen haben.“ Zudem sei das Teilnehmerfeld dermaßen eng beieinander gewesen, dass auch das nötige Quäntchen Glück gefehlt habe.

Mit Platz zwölf alles gegeben – und doch fehlte ein einziges Pünktchen zum Klassenerhalt für den BYCÜ.
Mit Platz zwölf alles gegeben – und doch fehlte ein einziges Pünktchen zum Klassenerhalt für den BYCÜ. Bild: DSBL/Lars Wehrmann

Das Finale der Deutschen Segel Bundesliga auf dem Wannsee in Berlin war geprägt von stürmischen Bedingungen. Am ersten Tag war der Wind so stark, dass gar nicht gesegelt werden konnte. Am zweiten Tag wurden die Wettfahrten am Nachmittag abgebrochen, nachdem es an zwei Booten bereits Schäden gegeben hatte. Der Abschlusstag war dann vom Wind her nahezu perfekt. Mit solchen Winden haben viele den Wannsee selten erlebt.

SMCÜ hatte trotz Platz 14 Spaß

Für den Segel- und Motorboot Club Überlingen (SMCÜ) lief es in Berlin nicht so gut, denn mit Platz 14 wurden die zuletzt guten Leistungen mit einstelligen Platzierungen nicht bestätigt. Allerdings war der Klassenerhalt nach dem vorletzten Spieltag schon so gut wie sicher. „Es war ein spektakuläres Saisonfinale“, sagte SMCÜ-Steuermann Steffen Heßberger. „Die starken Windböen machten das Segeln extrem anspruchsvoll.“

Jede Menge Wind und hohe Wellen gibt es auf dem Berliner Wannsee nicht so oft. Beim Finale der DSBL hatte auch der SMCÜ damit zu kämpfen.
Jede Menge Wind und hohe Wellen gibt es auf dem Berliner Wannsee nicht so oft. Beim Finale der DSBL hatte auch der SMCÜ damit zu kämpfen. Bild: DSBL/Lars Wehrmann

Das Team hatte vor zwei Wochen noch bei extrem viel Wind auf dem Bodensee trainiert, aber dennoch kam es eigentlich nie richtig in Schwung. Dennoch zog Steffen Heßberger ein positives Fazit: „Es hat richtig Spaß gemacht, bei diesen tollen Bedingungen mit Wind und Sonne auf dem Wannsee zu segeln“, sagte er. „Nun geht es erst einmal in die Winterpause.“ (mag)