„Auge um Auge – und die ganze Welt wird blind sein.“ Ein Zitat von Mahatma Gandhi. „Ja, die Zeiten sind voll mit Angst beladen, die Corona Kriese, nun der Krieg in der Ukraine. Millionen Menschen auf der Flucht, Millionen fürchten um ihr Leben. Um das Leben und das Sterben geht es auch bei den großformatigen Ölbildern der Künstlerin Irina Wolff.

Überhaupt zeigen die beiden Fotografen und Galeristen Ralf Wehrle und Uwe Frank eine Künstlerin, die in diesen Kriegszeiten eine besondere Beziehung und Wurzeln zu den beteiligten Ländern besitzt.

Es begann in der Kinderkunstschule

Irina Wolff wurde 1970 in Litauen geboren, und besuchte dort als kleines Mädchen bereits eine Kinderkunstschule. Es folgte ein Studium an der Kunsthochschule in Penza in Russland, an der sie ihr Diplom ablegte. Im Anschluss führte ihr Weg in die Ukraine. Fünf Jahre verbrachte sie in Charkow. An der Hochschule für Kunst und Design erwarb sie zudem noch ihr Diplom als Grafikdesignerin. Mittlerweile wohnt und arbeitet sie als freischaffende Künstlerin in Stuttgart.

„Es macht einen fassungslos und ist schwer zu ertragen, wenn man sieht wie Freunde und Verwandte in der Ukraine von diesem Krieg betroffen sind. Mein Motto, auch als Künstlerin, ist aber niemals aufzugeben!“ so Irina Wolff.

Geschlossene Augen

„Auge um Auge, bei ihren figurativen Arbeiten, haben ihre Protagonisten die Augen geschlossen. Durch die meditativ, versunkene, doch zugleich symbolträchtige und ikonenhaft wirkende Darstellung der Bilder, soll der Zustand der Erleuchtung dargestellt werden. Der Übergang zwischen dem Leben und dem Tod. Nach buddhistischer Auffassung soll während dieser Zeit durch Hören tiefgründiger Lehren, genau diese Möglichkeit erreicht werden. Doch dies gilt auch für jeden Moment des Lebens!

Mädchen mit dem Hörnchen

„Doch es sind auch weitere spannende Bilder von Irina Wolff zu sehen, wie zum Beispiel das „Mädchen mit dem Hörnchen“ oder das übergroße Ölgemälde „Unnahbar. Auf der Leinwand von 240cm ist ein junge Frau zu erkennen, die scheinbar auf eine unüberwindbare Glasscheibe trifft.“ Freut sich Ralf Wehrle auf die kommende Eröffnung der neuen Ausstellung. Und Uwe Frank ergänzt: “Kunst braucht die Freiheit und Freiheit und Frieden brauchen wir doch alle.“

Eröffnung am 19. März

Die Eröffnung der Ausstellung findet am Samstag, 19. März, um 19 Uhr, in der Galerie Bovistra in der Voltastrasse 4 in Villingen statt.

Zudem sind die Arbeiten von Irina Wolff jeden Donnerstag von 18-20.30 Uhr, bis einschließlich 28. April zu sehen.