Wer an Weihnachten nach Hause oder zu Verwandten fahren möchte, muss sich auf Verzögerungen einstellen und sollte mehr Zeit auf der Straße einplanen. „Dieses Jahr wird es rund um Weihnachten wieder deutlich mehr Staus geben als im Vorjahr“, sagt Holger Bach, Abteilungsleiter Verkehr und Umwelt beim ADAC Württemberg. „2020 war durch den Lockdown die Mobilität im Winter äußerst niedrig, auch Verwandten-Besuche an den Feiertagen waren kaum möglich.“ So hatte der ADAC im vergangenen Jahr vom 21. Dezember bis Silvester nur 237 Staus über insgesamt 192 Kilometer in Baden-Württemberg registriert.

Mehr Verkehr wie in 2020

Der ADAC Württemberg rechnet für den 22. und 23. Dezember mit der stärksten Verkehrsbelastung in der Weihnachtszeit – hauptsächlich durch geplante Familienbesuche und Urlauber. An Heiligabend sollte es hingegen auch auf den Autobahnen ruhiger zugehen. „Am 26. Dezember wird es dann wieder eng auf den Straßen, da viele Menschen von ihren Verwandten zurückkehren“, sagt Bach. Für eine entspannte Rückreise empfiehlt der ADAC Verkehrsexperte den Dienstag oder Mittwoch nach den Feiertagen. Von größeren Staubelastungen durch Ski-Urlauber geht der ADAC durch die Corona-bedingten Einschränkungen in den Wintersportgebieten nicht aus.

Baustellen

Zu den in der Weihnachtszeit besonders staugefährdeten Strecken in Baden-Württemberg zählen die Autobahnen A6 und A8. Hier müssen sich Reisende vor allem an Baustellen auf Verzögerungen einstellen. So weisen die Bereiche zwischen Bad Rappenau und Kreuz Weinsberg auf der A6 sowie zwischen Pforzheim-Nord und Pforzheim-Süd auf der A8 ein hohes Staurisiko auf.

Baustellen in Baden-Württemberg mit Staugefahr:
• A6 Nürnberg – Mannheim zwischen Bad Rappenau und Kreuz Weinsberg
• A8 Karlsruhe – Stuttgart zwischen Pforzheim-Nord und Pforzheim-Süd
• A81 Engelbergtunnel zwischen Stuttgart-Feuerbach und Dreieck Leonberg
• A81 Singen – Stuttgart zwischen Böblingen/Sindelfingen und Böblingen-Ost sowie zwischen Horb am Neckar und Herrenberg.

Weihnachten zu Hause feiern

Viele Orte – ein Weihnachten: Unter diesem Motto möchte die Initiative „Weihnachten findet Stadt“ Menschen ermutigen, Weihnachten zu Hause zu feiern. Wer sein Wohnzimmer oder die Garage zum Stall, den Garten zum Hirtenfeld macht, kann Heiligabend im engsten Kreis trotz Corona feiern. In den evangelischen und katholischen Kirchen in Villingen-Schwenningen liegen Hefte mit Ideen zur Gestaltung einer kleinen privaten Feier aus – eine Anleitung zu einer eigenen Andacht mit Weihnachtsgeschichte, Texten, Liedern und Gebeten.

Noch mehr Inspirationen für Heiligabend zu Hause bietet die Webseite www.Weihnachten-findet-stadt.de. Hier gibt es viele Ideen rund um die Gestaltung einer “Garagenweihnacht“. Außerdem findet man hier zahlreiche Onlineangebote der Kirchengemeinden: Zoomgottesdienste, Aufzeichnungen von Festgottesdiensten, Kirchenmusikalische Konzerte als Livestream und Angebote für Kinder. Auch ein Zoomgottesdienst „mit Liveschaltung in den Stall“ ist darunter. Wer Heiligabend zu Hause feiern möchte, findet hier ein breitgefächertes Angebot – auch für Kurzentschlossene.

Wer mag, kann seine kleine Feier auf der Weihnachtsplattform www.weihnachten-findet-stadt.de eintragen. Dort erscheint sie dann auf einer Übersichtskarte als kleiner Pin. So wird sichtbar, wo überall im Stadtgebiet VS Weihnachten gefeiert wird – Weihnachten findet an vielen Orten statt.

Online-Gottesdienste

Auch viele andere christliche Kirchengemeinden in der Region feiern Weihnachten in Gottesdiensten vor Ort, für die meist eine Anmeldung vorab erforderlich ist. Viele Gottesdienste sind live oder nachträglich als Video online anzuschauen – und bieten damit eine Alternative, Menschenansammlungen zu meiden. Infos dazu erteilen die jeweiligen Gemeinden auf ihren Internetseiten.

Als Alternative können Gottesdienste auch per Stream, Radio oder via TV-Programm verfolgt werden. Die öffentlich-rechtlichen Fernsehsender übertragen Gottesdienste der Landeskirchen im Fernsehen. Die Evangelische Kirche in Deutschland hat auf ihrer Website www.ekd.de alle Angebote der Feiertage aufgelistet. Der Sender rbb überträgt klassischerweise an Heiligabend (15 Uhr) das ökumenische Christvesper aus der Kirche Heilige Familie in Berlin. Um 16.15 Uhr sendet der Sender ARD das evangelische Christvesper aus der St. Annenkirche in Annaberg-Buchholz – und um 19.15 Uhr das ZDF den Gottesdienst aus der Johanneskirche Stuttgart. Eine Katholische Christmette aus St. Maria in Landau gibt es am 24. Dezember im Ersten um 18.30 Uhr.

Weitere Tipps: Der Kinderkanal KiKA sendet den Film „Paule und das Krippenspiel“ an Heiligabend um 12.45 Uhr.

In den Kirchen darf während der Corona-Pandemie nicht gesungen werden. Das Weihnachtslieder-Karaoke für zu Hause ermöglicht Musik im Wohnzimmer: www.soundcloud.com.

Der STAZ wünscht allen Leserinnen und Lesern fröhliche Weihnachten!