Das ist der Move des Abends – Wahnsinn,“, schrie Sprecher Frank (Buschi) Buschmann spontan und war ganz aus dem Häuschen, als Tatjana Holz beim drittletzten Hindernis, dem Trommelwirbel, an die zweite Trommel schwang und sich dabei nur mit einer Hand festhielt. Auch ihre Mitstreiter bei der fünften Vorrunde der sechsten Staffel von Ninja Warrior Deutschland feuerten die Ninja-Queen nach dieser Einlage frenetisch an. Leider musste die Spaichingerin ein Hindernis später die Segel streichen- die gute Nachricht: Sie hat als beste Frau des Abends das Halbfinale erreicht, das am 10. Dezember ab 20.15 Uhr bei RTL über den Bildschirm flimmert.

Tolle Leistung von Tanja Holz Trainingskollege Alexander Wernet, auch wenn er ausgeschieden ist. Bilder: RTL / Markus Hertrich
Tolle Leistung von Tanja Holz Trainingskollege Alexander Wernet, auch wenn er ausgeschieden ist. Bilder: RTL / Markus Hertrich

Aber der Reihe nach: Tatjana war nicht allein gekommen. Zusammen mit ihrem Trainingskollegen Alexander Wernet aus Tannheim, mit dem sie im UpJoy in Villingen trainiert und der zum ersten Mal am Start war, stellten sie sich den Zuschauern vor – und schon dabei gab es viel zu lachen. So „warf“ sie ihm unter anderem schmunzelnd vor, viel zu viel zu reden. Dann wurde es ernst – zunächst für Alexander. „Die Nervosität hat sich in Grenzen gehalten“, meint der Schwarzwälder im nach hinein. „Der Parcours lag mir und ich hatte ein gutes Gefühl.“ Souverän und in aller Ruhe bewältigte er die ersten Hindernisse – bis zum Seilzug. An derselben Stelle wie Tatjana wenig später, musste auch Alexander ins Wasser und verpasste ganz knapp den Einzug ins Halbfinale. „Die Show ist für mich ein Bonus – echt cool.“ Tatjana dazu: „Ich bin echt stolz auf ihn!“

Unmittelbar nach ihrem Trainingskollegen musste Tatjana ran – und das bereits zum dritten Mal ohne zu Buzzern. „Ich wollte endlich mal den Buzzer drücken!“ Bei der Vorstellung durch Laura Wontorra merkte man, dass die Russland geborene Athletin bereits fest zur großen Ninja Warrior-Familie gehört und hier viele Freunde gefunden hat. „Sie hat riesig Spaß, das sieht man ihr an.“ Konzentriert und mit viel Schwung nahm sie den Parcours in Angriff, der ihr nach eigener Aussage sehr gut gelegen hat weil er fingerlastig war. Schon nach kurzer Zeit stellte sie ihr Ausnahmetalent unter Beweis und bewegte sich geschmeidig wie eine Katze in dem schwierigen Parcours.

„Alles tippi, toppi“, meinte Laura Wontorra so zwischendurch. Spätestens nach ihrem Move am Trommelwirbel meinten alle, jetzt kann nichts mehr schief gehen. Dann kam das letzte Hindernis vor der Wand mit dem Buzzer. Nach der Lachsleiter sollte Tatjana sich an die erste Stange des Seilzugs schwingen, bekam diese aber nicht zu fassen und flog ins Wasser – aus der Traum vom ersten Buzzern. „Meine Finger waren zu. Aber ich bin einfach nur happy, dass ich erneut das Halbfinale erreicht habe.“ Hier warten starke Gegner und Gegenrinnen auf die Vorzeigeathletin aus Spaichingen.