Beim Straßenbauamt des Landratsamtes Schwarzwald-Baar-Kreis und seinen beiden Straßenmeistereien in Hüfingen und Villingen/Furtwangen sind die Vorbereitungen für den kommenden Winter getroffen. Es stehen insgesamt zwölf eigene Fahrzeuge für den Winterdiensteinsatz bereit, 20 Fremdunternehmer können telefonisch kurzfristig zu einem Volleinsatz hinzugezogen werden. In den letzten Jahren wurden einige Streufahrzeuge ausgesondert und durch Fahrzeuge mit modernster Streutechnik ersetzt. Im Bedarfsfall stehen damit zur Räumung und Streuung der rund 700 Kilometer Bundes-, Landes- und Kreisstraßen im Kreisgebiet 32 Fahrzeuge bei Volleinsatz zur Verfügung.

„Es können über 5.400 Tonnen Salz im Wert von über 420.000 Euro in acht Hallen auf Vorrat liegen“, erklärt Bernd André, stellvertretender Leiter des Straßenbauamtes. In einem harten Winter kann die Verbrauchsmenge leicht auf 14.000 Tonnen Salz ansteigen, um die rund 700 Kilometer Bundes-, Landes- und Kreisstraßen im Kreisgebiet eis-und schneefrei zu halten. In einem durchschnittlichen Winter benötigt der Landkreis auf seinen Straßen zirka 9.000 Tonnen Salz.

An Straßen, an denen regelmäßig mit starken Schneeverwehungen zu rechnen ist, werden Schneezäune aufgebaut. Zusätzlich wird an Gefahrenstellen mit Verkehrsschildern auf die unerwartete Bildung von Schnee- und Eisglätte hingewiesen. Kritische Stellen wurden rechtzeitig zusammen mit der Polizei und den Verkehrsbehörden überprüft und aktualisiert. Alle Räum- und Schichtpläne wurden für den Winter überarbeitet und angepasst. Optimiert wurden auch die Routenpläne der Einsatzfahrzeuge.

Räumen und Streuen auf Straßen außerhalb der Orte ist Aufgabe der Straßenbauverwaltung des Landkreises, innerhalb der Städte und Gemeinden sind diese beziehungsweise deren Bauhöfe selbst zuständig. Gearbeitet wird in den Straßenmeistereien in den Wintermonaten im Drei-Schicht-Betrieb. Es wird um 3 Uhr früh begonnen und der Dienst ist bis 21.30 Uhr eingeplant, im Notfall länger. An Wochenenden bzw. Feiertagen werden die Einsatzzeiten auf 4 bis 7 Uhr verkürzt und danach nach Bedarf über die eingerichtete Rufbereitschaft der Winterdiensteinsatz abgerufen.

„Seit Jahren ist zu beobachten, dass selbst in unseren Höhenlagen keine durchgehende Frostperiode über die Wintermonate hinweg vorhanden ist, sondern sich mehrere Frost-Tauwechsel-Perioden abwechseln. Um auf diese sich dauernde veränderte Randbedingungen reagieren zu können nutzen die Straßenmeistereien verschiedene Streutechniken“, erklärt Bernd André.

Dies ist zum einen die reine Salzstreuung bei Ausnahmefällen. Des Weiteren die am häufigsten eingesetzte kombinierte Streuung, die so genannt „Feuchtsalzstreuung“. Als dritte Möglichkeit werden auf verschiedenen Strecken, auch aus wirtschaftlichen Gründen das vorbeugende Streuen, die „Flüssigstreuung“ im Winterdienst eingesetzt. Das als Salzlösung (Sole) aufgebrachte Salz verbleibt deutlich länger auf den Fahrbahnen als das üblicherweise eingesetzte angefeuchtete Streusalz. Als Grundsatz gilt: „So wenig Salz wie möglich, so viel Salz wie nötig.“ Splitt ist für die Straßenmeistereien dagegen kein Thema.

Ein wichtiges Anliegen hat das Straßenbauamt des Landkreises noch an die Autofahrer: „Wer im Winter auf den Straßen unterwegs ist, sollte sich einfach auf winterliche Bedingungen einstellen. Die Vorkehrungen können noch so gut sein, kein Räumdienst der Welt kann die Fahrbahnen überall gleichzeitig schnee- und eisfrei machen. Nur mit einer guten Winterausstattung, umsichtiger Fahrweise und gegenseitiger Rücksichtnahme werden wir die Wintertage gut überstehen und hoffentlich immer unfallfrei unterwegs sein.“