Im Herbst und Winter häufen sich die Meldungen: Mehrere Einbrüche haben Unbekannte über das vergangene Wochenende im Gewerbegebiet Bad Dürrheim begangen. Jetzt haben sich noch weitere Geschädigte gemeldet und mittlerweile verzeichnet die Polizei fünf Einbrüche und Einbruchsversuche (Stand Redaktionsschluss 16.12.) in verschiedene Bürogebäude in der Carl-Zeiss- und Siemensstraße, wobei sich die Täter durch Aufhebeln und Einschlagen von Fensterscheiben zutritt verschafften. Über die genaue Schadenshöhe liegen noch keine Erkenntnisse vor, aber allein der Sachschaden durch die Beschädigungen an den Gebäuden und Fenstern dürfte sich auf mehrere tausend Euro belaufen.

Die Polizei sucht Zeugen, denen möglicherweise verdächtige Personen oder Fahrzeuge aufgefallen sind oder die Angaben zu sonstigen verdächtigen Vorfällen machen können. Sie werden gebeten, sich mit dem Polizeiposten Bad Dürrheim, Telefon 07726 93948-0, in Verbindung zu setzen.

Unter anderem auch ein Wohnhaus auf der St. Georgener Kinzigstraße haben Einbrecher am vergangenen Dienstag etwa zwischen 14 und 18.30 Uhr heimgesucht. Sie gelangten nach Aufhebeln einer Kellertür in das Haus und durchsuchten es. Dabei fiel den Einbrechern Schmuck in die Hände. Die Höhe des Schadens ist noch nicht bekannt. Die Polizei ermittelt und bittet Zeugen, sich unter der Telefonnummer 07724 94950-0, zu melden.

Mit Beginn der dunklen Jahreszeit intensivierte die Polizei auch in diesem Jahr die Fahndungs- und Kontrollmaßnahmen, um einem möglichen Anstieg der Wohnungseinbruchsdiebstähle konsequent entgegen zu treten.

Kein Selbstläufer

„Die Bekämpfung des Wohnungseinbruchs war und ist kein Selbstläufer, sondern das Ergebnis eindeutiger Schwerpunktsetzung und klarer Konzepte, harter Arbeit und eines langen Atems. Das Ergebnis ist sehr gut: Die Wohnungseinbruchdiebstähle in Baden-Württemberg sind auf einem historischen Tiefstwert. Bei der Bekämpfung des Wohnungseinbruches sind wir seit Jahren richtig erfolgreich: Jahr für Jahr, auch bereits vor Corona! Die Erfolge der Schwerpunktfahndungs- und Kontrollaktion sprechen eine deutliche Sprache“, sagte der Stv. Ministerpräsident und Innenminister Thomas Strobl.

„Wohnungseinbrüche verursachen nicht nur einen finanziellen Schaden, die Taten haben meist auch psychische Folgen und wirken sich eklatant auf das Sicherheitsgefühl der Betroffenen aus. Das Eindringen in die Privatsphäre kann von vielen Opfer nur schwer verarbeitet werden und hinterlässt oftmals auch eine langanhaltende Verunsicherung in den eigenen vier Wänden“, so Minister Thomas Strobl: „Wir liegen richtig auf Kurs, das wird dadurch deutlich, dass wir in der ersten Hälfte des Jahres 2021 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum weniger Wohnungseinbrüche verzeichnen und somit auch für dieses Jahr sich ein weiterer Rückgang der Fallzahlen andeutet.“

Die Kriminalpolizeilichen Beratungsstellen bieten kostenlose Vor-Ort-Beratungen an und geben Tipps, damit man sich ausreichend gegen Einbruch schützen kann. Termine kann man bei den Beratungsstellen des Polizeipräsidium vereinbaren. Für den Schwarzwald-Baar-Kreis stehen die Berater unter Telefon 07721 / 601-253 zur Verfügung.