Der Nabu ruft vom 3. bis 12. Juni zu einer bundesweiten Aktion auf: Um Insekten zu beobachten und dabei noch die Natur vor der eigenen Haustür besser kennenlernen. Mitmachen ist ganz einfach: Es reicht, sich für eine Stunde an einem sonnigen, eher windstillen Tag einen schönen Platz zu suchen. Der kann im Garten, im Wald, auf der Wiese oder am Wasser liegen. Auf einen Umkreis von etwa zehn Metern fokussieren und notieren, was man sieht. Hilfsmitteln für die Aktion könnten sein: Lupe, Bestimmungsbuch, Zählhilfe und Kamera (um schöne Beobachtungen auch festzuhalten). Es soll Freude machen – und es ist auch nicht schlimm, wenn mal ein Insekt entwischt. Die Ergebnisse können eingereicht werden unter: www.NABU.de/insektensommer/app

Bunte Schmetterlinge fliegen durch unsere Gärten: Hier ein so genannter „Himmelsvogel“ (Lysandra Bellargus).
Bunte Schmetterlinge fliegen durch unsere Gärten: Hier ein so genannter „Himmelsvogel“ (Lysandra Bellargus). Bild: Spiegel

Artenvielfalt kennenlernen

Nina Spiegel, Imkerin „Bienenkind“ aus Bad Dürrheim, macht auch mit bei der Nabu-Aktion „Insektenzählen und Insektensommer“: „Ich werde mit unseren Kindern mitmachen. Das ist eine tolle Möglichkeit, sie an das Thema Artenvielfalt heranzuführen und natürlich lernen sie dabei auch einiges über Insekten. Wir werden in unserem Garten zählen, und ich bin schon sehr gespannt welche Insekten wir finden. Auf meinem Instagram Account ,hey_bienenkind' werde ich meine Follower daran teilhaben lassen.“

Mitmachen ist ganz einfach!

Eine Wildbiene sitzt friedlich auf Nina Spiegels Hand: Ein Männchen der Art „Rote Mauerbiene“ (osmia bicornis).
Eine Wildbiene sitzt friedlich auf Nina Spiegels Hand: Ein Männchen der Art „Rote Mauerbiene“ (osmia bicornis). Bild: Spiegel

Naturschutz ganz einfach

Sie möchte auch gerne andere inspirieren, etwas für Insekten und die Natur zu tun. Es ist ganz simple. „Die Antwort ist ganz einfach: Mut zur Faulheit zeigen! Einfach ein Stück im Garten nur einmal im Jahr mähen. Stellen Sie in den ungemähten Bereich ein Schild mit der Aufschrift fünf Sterne Insektenhotel. Denn das ist tatsächlich der effektivste Weg um die Biomasse zu erhöhen.“

Es gibt hierfür drei Möglichkeiten. Nina Spiegels Empfehlung und ihr Lieblingszeitpunkt ist das Mähen im September/Oktober (die Mahd abtragen, weil sonst zu viel Stickstoff in den Boden gerät, das das Wachstum von Wildpflanzen und Wildkräutern hemmt). Dadurch werden die Insekten erwachsen. Sie sind u.a. für Zugvögel eine wichtige Futterquelle. Die Pflanzen können im Herbst nochmal austreiben und das Ei, die Larve oder das adulte Insekt kommt durch den Winter.

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Beratung zu Wespennestern

Tipp: Nina Spiegel berät im Auftrag der „Unteren Naturschutzbehörde“ bei Problemen mit Wespen oder Hornissen. Kontakt: spiegel.nina@gmx.de.