Obwohl laut Landrat Sven Hinterseh „nur“ als Zweckbau geplant, kann sich die neue Unterkunft für Sonderfahrzeuge und -geräte, die vorwiegend überörtlich zum Einsatz kommen, sehen lassen. 790 000 Euro hat der Schwarzwald-Baar-Kreis in die Halle mit sechs Stellplätzen, einem Hochregallagersystem sowie einer kleinen Werkstatt an Stelle des alten Salzlagers investiert, wobei das Land rund 141 000 Euro beisteuert. Erforderlich wurde der Bau eines Kreislogistikzentrums auch aus der Tatsache heraus, dass laut Landesgesetzgebung den Kommunen und Landkreisen konkrete Aufgaben der abwehrenden Daseinsvorsorge übertragen werden.

Bei der Einweihung des Neubaus in dieser Woche begrüßte der Landrat zahlreiche Vertreter der Feuerwehr und aus der Politik. „Aktuell verfügt der Kreis über insgesamt 33 Spezialfahrzeuge des Bundes, des Landes und des Landkreises für die Feuerwehr und den Katastrophenschutz, die zum Großteil bei den Städten und Gemeinden untergebracht sind“, so Hinterseh. „In Zeiten der Pandemie wurde die Flotte von Seiten des Bundes noch verstärkt.“ Für den erweiterten Fuhrpark, zu dem jetzt auch ein Abrollcontainer gehört, der bereits zur mobilen Corona-Impfung eingesetzt wurde, entstand ein zusätzlicher Bedarf an Unterstellfläche.

„Wir sind dankbar, dass unsere Feuerwehren eine so gute Ausstattung haben“, betonte der Landrat und lobte die Kreisräte für deren Unterstützung. „Dabei gilt es auch die rund 3500 Einsatzkräfte zu schützen.“ Er bedankte sich für deren ehrenamtliches Engagement und auch für das tolle Miteinander in der Blaulicht-Familie. Hinterseh ging auch kurz auf die Bemühungen des Kreises ein, die Infrastruktur zur Pandemie-Bekämpfung wieder aufzubauen und verhehlte nicht, dass hier von Seiten der Politik Fehler gemacht wurden. „Wir arbeiten mit Hochdruck daran“, versprach er.

Ein Meilenstein

Als Meilenstein zur Sicherstellung des Bevölkerungsschutzes bezeichnete Bezirksbrandmeister Christoph Glaisner das neue Kreislogistikzentrum. Es brauche Denker, Lenker, Idealisten und Macher zur Umsetzung eines solchen Projekts. „Der Kreis unterstützt die Organisationen“, betonte Glaisner. „Es ist gut angelegtes Geld.“ Ganz wichtig für den Bezirksbrandmeister ist die Gewinnung von Nachwuchskräften. Er wünschte sich vor allem, dass alle Retter und Helfer immer gesund und zufrieden von den Einsätzen zurückkehren.

Für Hüfingens Bürgermeister Michael Kollmeier ist der Standort auf seiner Gemarkung verkehrstechnisch ideal. Er dankte den ehrenamtlichen Helfern und wünschte sich, dass die Gerätschaften möglichst wenig zum Einsatz kommen. Die Segnung der neuen Halle und der darin untergebrachten Fahrzeuge übernahm der langjährige Feuerwehrseelsorger des Landkreises, Diakon Michael Radigk.

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