Schnee und die Loipen wurden nicht gespurt? Warum das beim letzten Schnee Anfang Dezember so war, kann Unterkirnachs Werkhofleiter Manfred Riehle berichten: „Die Schneemenge war gar nicht so schlecht, aber der Untergrund war am Wochenende butterweich, da kann noch nicht gespurt werden.“

Die Zusammenarbeit im Loipenverbund Ostschwarzwald zwischen den Städten Villingen-Schwenningen und Vöhrenbach sowie der Gemeinde Unterkirnach besteht seit 2011. Unterstützt werden die drei Kommunen auch vom Skiclub Villingen und vom Skiclub Vöhrenbach. Seitdem steht ein zusammenhängendes Netz von 46,5 Kilometern Skiloipe zur Verfügung. „Villingen-Schwenningen hat den größten Anteil am Loipennetz“, weiß der stellvertretende Forstamtsleiter Roland Brauner zu berichten. Für VS fährt Forstwirt Dennis Seemann schon seit Jahren mit großem Gerät die Langlaufstrecken im Winter ab, außerhalb der Wintersportsaison ist er beim VS-Forstamt als Waldarbeiter tätig.

„Um fünf Uhr morgens raus auf die Loipen ist keine Seltenheit. Je nach Schneehöhe brauche ich insgesamt etwa sieben Stunden“, erzählt Seemann. Auch an Samstagen, Sonntagen und Feiertagen sind er und Ersatzfahrer Fabio Merkle bei entsprechender Witterung im Dienst – früh morgens wie spätabends. „Nach so einem Tag ist man schon ganz schön platt. Aber man bekommt auch viel Lob und es macht mir auch echt Spaß, wenn dann die Loipe schön liegt.“

Vöhrenbachs Fahrer Helmut Ruf und Ralf Pietrik spuren die Friedrichshöhe Richtung Breghäusle in rund zwei Stunden, in Kilometern sind das rund fünf. Vor Weihnachten war dies die einzige Strecke, die schon präpariert werden konnte. Die Unterkirnacher Sebastian Lenzner und Manfred Storz brauchen etwa vier Stunden für ihre Piste.

Die Vorbereitungen starten für alle schon im Sommer: Wasserdolen wurden gelegt, neue Wegweiser erstellt, die Bullis werden inspiziert und in Schuss gebracht. Im Herbst werden die Flächen gemulcht und Hecken geschnitten, das gefällte Holz abtransportiert, die Loipenbändel und Plakate produziert. Und mit Beginn der Wintermonate „müssen wir auf das Wet-ter vor dem Schnee achten“ – weiß VS-Revierleiter Christoph Vögele zu berichten, denn nicht immer wenn es schneit, kann direkt gespurt werden. „Bei Frost gibt es meist zu geringe Schneemengen. Bei zu viel Feuchtigkeit kann die Spur nicht gehalten werden“, erklärt er weiter. Oder man hat bereits eine gute Grundlage auf den Strecken, wenn das Schneebrett an-gefroren ist.

Und wie geht es jetzt weiter? „Wir warten auf den Schnee“, schmunzelt Roland Brauner. Auf dem kurzen Dienstweg übers Mobiltelefon stimmen sich dann die Loipenfahrer ab, das Loipentelefon (07721/82-1599) muss besprochen werden und auch die Internetseite (www.villingen-schwenningen.de/tourismus-freizeit/freizeit-erholung/loipennetz/) auf aktuellen Stand gebracht werden.

Alle Langlauffans werden gebeten das „Loipenbändel“ für den Betrag von zehn Euro für die komplette Saison zu erwerben, Kinder und Jugendliche sind frei.