Über eine Woche nach dem Großbrand dreier aneinander gebauter, privater Wohnhäuser in der Lessingstraße in VS-Schwenningen steht die Brandursache noch nicht fest. Bekannt ist bisher nur laut Feuerwehr, dass der Brand wohl im Bereich des Balkons der Lessingstraße 18 ausgebrochen sein muss. Über 130 Feuerwehrangehörige und weitere Rettungseinrichtungen waren am Mittwoch, 8. Juni, stundenlang im Einsatz gewesen. Die Polizei schätzt den Schaden auf rund 500.000 Euro.

Im Kernstadtbereich von VS-Schwenningen war am 8. Juni ein Wohnhausbrand ausgebrochen. Die Häuser in der Lessingstraße 16,18 und 20 sind weitgehend zerstört worden – und sind derzeit laut Polizei aufgrund der Einsturzgefahr und der Ermittlungen gesperrt. Über 40 Menschen, meist Ausländerfamilien, verloren ihre Wohnungen. Ein Teil wurde in der städtischen Notunterkunft untergebracht und mit Kleidung, Lebensmitteln, Küchenutensilien versorgt. Weitere kamen in privaten Unterkünften unter.

Laborauswertung

„Die Brandsachverständigen und die Kriminalpolizei ermitteln weiter. Die Brandursache steht noch nicht fest. Die Materialien werden derzeit noch im Labor untersucht und beispielsweise auf Brandbeschleuniger hin geprüft. Die Auswertung kann Wochen dauern, derzeit steht noch kein Ergebnis fest“, berichtete am Mittwoch (zum Redaktionsschluss) auf STAZ-Nachfrage Jörg-Dieter Kluge, ein Sprecher des Polizeipräsidiums Konstanz.

In den vergangenen Monaten ist es zu mehreren Brandereignissen in Wohngebäuden in VS-Schwenningen gekommen. Zahlreiche Menschen haben neben ihrem Wohnraum und ihr Hab und Gut verloren. Bei den beiden vorangegangenen Bränden in den vergangenen Monaten waren wohl technische Defekte an Elektrogeräten als Brandursache festgestellt worden. Die Stadt Villingen-Schwenningen verweist darauf, dass es sich um private Vermietungen und keine öffentlichen Unterkünfte gehandelt habe.

Hilfe für Betroffene

Den aktuell Betroffenen helfen die Stadt VS, die Caritas und weitere Dienste. Die Beratungsstelle Kirchlicher Sozialdienst hilft unter: 07721/845150 oder 07720/301341. Die Diakonie hat ein Spendenkonto für die Betroffenen-Versorgung eröffnet: Evangelische Bank eG, IBAN: DE 29 5206 0410 0005 0251 50, BIC: GENODEF1EK1. Kennwort: „Brandopfer“. (cse/pol)