Weihnachten steht vor der Tür, die Vorfreude wächst auch bei Anni (7) und ihrer Schwester Nele (8) aus Donaueschingen. Sie haben gemeinsam mit Oma Gisela Müller begonnen, Ausstecherle zu backen. Das hat Tradition bei ihnen. Wie sie schwingen jetzt viele Menschen im Schwarzwald-Baar-Kreis die Teigrolle, kaufen Tannenbäume ein, schmücken die Wohnung – oder versuchen, trotz aller Pandemie-Umstände noch die Einkäufe der Geschenkelisten zu erledigen.

Mit der aktuellen Corona-Verordnung ist das aber komplizierter geworden. Nur genesene oder geimpfte Personen dürfen Geschäfte betreten, die keine Waren des täglichen Bedarfs anbieten. Einzelhändler müssen die 2G-Nachweise abfragen, und haben dadurch einen hohen Aufwand. In über 50 Geschäften in Villingen-Schwenningen gibt es nun Bändel, um unkomplizierter einzukaufen. „Im ersten Geschäft zeigt der Kunde den 2G-Nachweis vor und erhält dann ein Bändchen für den weiteren Einkauf“, erklärt Matthias Jendryschik, Geschäftsführer der Wirtschaft und Tourismus Villingen-Schwenningen GmbH. Kundin Sabine M. aus Tuningen findet das sinnvoll: „Im Urlaub oder bei Veranstaltungen wie der Schwenninger Kulturnacht bekommt man auch einen Bändel als Nachweis zum Vorzeigen.“

An der Aktion teilnehmen können alle Händler und Gewerbetreibenden, nicht nur GVO-Mitglieder – außer die Gastronomie oder Geschäfte der Grundversorgung. Infos für Villingen erteilt Rainer Böck (unter E-Mail: gewerbeverein-villingen@web.de) und für Schwenningen Stefanie Federsel unter sfedersel@gvo-vs.de.

Kontakte reduzieren

Das Landratsamt hat in den vergangenen Wochen in Villingen-Schwenningen und Donaueschingen je einen dauerhaften Impfstützpunkt eingerichtet. Diese werden sehr gut angenommen. Zahlreiche Bürger nutzen zudem die öffentlichen Impfangebote der mobilen Impfteams und die Impfaktionen der niedergelassenen Ärzte sowohl für die Erst- und Zweit- als auch die Booster-Impfungen. Weitere Angebote sind im Aufbau. Infos: www.lrasbk.de. „Die Entwicklung der Corona-Zahlen, sowohl der sehr hohen Sieben-Tages-Inzidenz, als auch der Corona-Fälle, die im Klinikum behandelt werden, sind besorgniserregend“, so Landrat Sven Hinterseh. Daher sieht er die „Reduzierung der Kontakte als das Gebot der Stunde“, unabhängig von rechtlichen Vorgaben. Für das Weihnachtsfest bedeutet das sicher eine Herausforderung – Anni und ihre Schwester Nele versuchen, die Vorfreude trotz allem zu genießen. So wie es eben geht.

Kontakte und Zahlen

Fragen zur Corona-Verordnung: ordnungsamt@Lrasbk.de. Gesundheitsamt: Tel. 07721 913 7190 oder E-Mail: gesundheitsamt@Lrasbk.de.

Vergangenes Wochenende (zum 4.12.21) hatte der Wert der Sieben-Tages-Inzidenz im Kreis sogar die 1000er-Grenze überschritten, nun sinken die Zahlen leicht. Seit Beginn der Pandemie haben sich (Stand 9.12.) im Kreis 21.248 Menschen mit Covid infiziert, 263 Erkrankte sind verstorben.